Bei den US-Zwischenwahlen am heutigen 3. November entscheiden die Amerikaner über die künftigen Mehrheiten im Kongress. Für Donald Trump steht damit auch die Durchsetzung seiner politischen Agenda auf dem Spiel, insbesondere bei der Regulierung von Kryptowährungen.
Bislang kontrollieren die Republikaner beide Kammern, doch die Prognosemärkte sehen die Demokraten klar im Vorteil: Auf Polymarket liegt die Wahrscheinlichkeit für einen demokratischen Sieg im Repräsentantenhaus bei 95 Prozent, für eine Mehrheit im Senat bei 78 Prozent.
So stehen die Chancen bei den US-Midterms
Besonders spannend dürfte die Entscheidung im Senat werden, wo die Republikaner derzeit 53 Sitze halten und die Demokraten vier zusätzliche Mandate benötigen, um die Mehrheit zu übernehmen. Der Cook Political Report stuft insgesamt sieben Senatsrennen als „Tossups“ ein, deren Ausgang als offen gilt,.
Auf Polymarket liegen die demokratischen Kandidaten in mehreren dieser Rennen vorne: Sherrod Brown kommt in Ohio auf eine Siegwahrscheinlichkeit von 71 Prozent, Mary Peltola in Alaska ebenfalls auf 71 Prozent und James Talarico in Texas auf 72 Prozent. In Michigan werden Abdul El-Sayed sogar 74 Prozent eingeräumt.
Was die Wahl für Bitcoin bedeutet
Für die Krypto-Branche könnte ein demokratischer Machtgewinn vor allem die Verabschiedung des Clarity Act erschweren, der die Zuständigkeiten der US-Aufsichtsbehörden SEC und CFTC verbindlich regeln soll. Da das Gesetz im Senat bislang nicht verabschiedet wurde, könnten zusätzliche Änderungsforderungen den Prozess weiter verzögern.
Auch für Bitcoin stellt sich die Frage nach möglichen Kursfolgen, zumal die Kryptowährung nach den vergangenen drei Zwischenwahlen jeweils erst mit Verzögerung ihr Zyklustief erreichte. Ein direkter Zusammenhang ist allerdings nicht belegt, mehr dazu hier: US-Midterms: Fällt Bitcoin nach der Wahl auf ein neues Jahrestief?
