Der Binance-Hack zieht seine Kreise: So ist nicht nur der Bitcoin-Kurs in den ersten Stunden nach dem Hack deutlich gefallen. Auch bei den Bitcoin ETFs gab es am Freitag Nettoabflüsse von 643,3 Millionen US-Dollar. Laut Daten von SoSoValue war es der höchste Tageswert seit dem 25. Juni.
Auch Ethereum Spot ETFs gerieten unter Druck. Sie verzeichneten am Freitag Abflüsse von 155,9 Millionen US-Dollar, so viel wie seit dem 7. Oktober nicht mehr. Auf Wochensicht verloren die Ethereum-Fonds 431,5 Millionen US-Dollar, bei Bitcoin waren es 202,6 Millionen US-Dollar.
Das FBI ordnet den Angriff auf Binance nordkoreanischen Hackern zu. Nach der Wiederaufnahme der Auszahlungen meldete die Krypto-Börse innerhalb der ersten neuneinhalb Stunden Nettoabflüsse von rund 3,64 Milliarden US-Dollar.
“Heute sieht man das Geld gar nicht mehr”
Der Hack war so gravierend, dass sich selbst der US-Präsident Donald Trump damit befasst hat. “Das Problem ist, dass es sich um einen Hackerangriff handelt. Früher hat man noch Schecks unterschrieben. Heute sieht man das Geld gar nicht mehr. Deshalb hielt ich das schon immer für etwas gefährlich”, so Trump auf einer Pressekonferenz.
Der Angriff verstärkt auch die Debatte über strengere Krypto-Regeln in den USA. CFTC-Chef Michael Selig kritisierte, dass Offshore-Börsen wie Binance nicht denselben Schutzvorschriften unterliegen wie regulierte Finanzunternehmen in den Vereinigten Staaten. Der Vorfall bestätige die Notwendigkeit des von seiner Behörde vorgeschlagenen Regulierungsrahmens.
Wie Sicherheitsexperten den Hack beurteilen, lest ihr hier: Milliardenhack bei Binance: Das sagen die Experten zum historischen Krypto-Raub.
