6,3 Milliarden USD gestohlen 

Binance Hack: Nordkorea schlägt zurück – und verdächtigt die USA

Nordkorea bestreitet jede Beteiligung am milliardenschweren Binance Hack. Kim Yo-jong erhebt nun selbst Vorwürfe gegen die USA. Doch was sagen die Blockchain-Ermittler?

Dominic Döllel
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Das Bild zeigt Kim Yo-jong, Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un.

Beitragsbild: picture alliance / YONHAPNEWS AGENCY | Yonhap

| Kim Yo-jong stellt die Anschuldigungen infrage

Kim Yo-jong, Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un, bestreitet eine Beteiligung ihres Landes am Hackerangriff auf Binance, bei dem Kryptowährungen im Wert von 6,3 Milliarden US-Dollar gestohlen wurden. In einer am heutigen 3. November über die staatliche Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichten Erklärung wies sie die Anschuldigungen des FBI zurück und deutete eine mögliche Beteiligung der USA an.

“Das FBI versucht, die DVRK als Cyberkriminalitätsstaat darzustellen, indem es behauptet, Informationen über die Beteiligung einer von Nordkorea unterstützten Hackerorganisation zu besitzen”, erklärte Kim laut übereinstimmenden Medienberichten. Die Darstellung der US-Behörden bezeichnete sie als „absurde Rhetorik“.

Auch die Vorwürfe zum Bybit Hack vom Februar 2025, bei dem 1,5 Milliarden US-Dollar entwendet wurden, wies sie zurück. Washington versuche wiederholt, Nordkorea bei internationalen Cyberangriffen in Verbindung mit den Tätern zu bringen.

Kim Yo-jong äußert Verdacht gegen die USA im Binance Hack

Kim stellte ihrerseits die Rolle der Vereinigten Staaten infrage: „Wenn man sorgfältig untersucht, wer die große Menge der angeblich gestohlenen Kryptowährungen erhält, sobald diese wiederbeschafft werden, könnte man einen Hinweis darauf finden, wer hinter dem Hackerangriff steckt.“

Das Blockchain-Analyseunternehmen TRM Labs hatte den Angriff zuvor mit hoher Sicherheit der nordkoreanischen Hackergruppe TraderTraitor zugeschrieben. Als Hinweise nannte das Unternehmen die Vorbereitung des Angriffs, die Finanzierung von Angreifer-Wallets über Tornado Cash und die koordinierte Ausführung zuvor beschaffter Transaktionssignaturen.

Auch Chainalysis und der Onchain-Ermittler ZachXBT sehen Verbindungen zu nordkoreanischen Hackern. ZachXBT stellte zudem fest, dass gestohlene Gelder aus den Angriffen auf Binance und Bitget nach Transaktionen über THORChain auf derselben Adresse zusammengeführt wurden.

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