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Ripple, MakerDAO, ConsenSys unter einem Dach OECD gründet hochrangig besetzte Blockchain-Expertengruppe

Was haben Ripple, MakerDAO ConsenSys und die niederländische Zentralbank gemeinsam? Sie alle sind Teil eines brandneuen Blockchain-Gremiums der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Die Expertengruppe setzt sich aus Vertretern aus Politik, (Krypto-)Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen und befasst sich mit den regulatorischen Chancen und Herausforderungen von Blockchain- und anderen Distributed-Ledger-Technologien.

Christopher Klee
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Beitragsbild: Shutterstock

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ein hochkarätig besetztes Blockchain-Gremium gegründet. Das „Blockchain Expert Policy Advisory Board” (BEPAB) widmet sich regulatorischen Fragen, die durch die Blocklchain-Technologie entstehen. Neben Regierungsvertretern aus 45 OECD- und Nicht-OECD-Staaten setzt sich BEPAB aus Mitgliedern der Europäischen Kommission sowie aus Industrie und Zivilgesellschaft zusammen.

BEPAB: Bunt gemischtes Blockchain-Gremium

Auch Blockchain-Unternehmen stellen Experten für BEPAB. Neben Joseph Lubin, dem Gründer des Blockchain-Unternehmens ConsenSys sind auch Matt Curcio (Data Vice President bei Ripple) und Steven Becker (Präsident von MakerDAO) auf der Mitgliederliste zu finden. Ferner beteiligen sich die EOS-Muttergesellschaft Block.One, das Bankenkonsortium R3 sowie die Facebook-Tochter Calibra an dem Gremium. Aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ist der KI-Experte Andreas Hartl Teil der neuen Expertenrunde. Darüber hinaus sind auch Zentralbanken mit von der Partie:

Wir arbeiten mit einer Gruppe von Experten und Innovatoren zusammen, um Grundsätze zu entwickeln, die Regierungen und Industrie bei der Suche nach tragfähigen Blockchain-Innovationen und -Einführungen anleiten,

zitiert die OECD den niederländischen Zentralbanker Aerdt Houben am 13. Januar in einer Pressemitteilung.

Distributed-Ledger-Technologien, insbesondere in ihrer meist zulassungsfreien Form, sind von Natur aus grenzenlos; dadurch werden ihre Auswirkungen auf die Politik zu einer weltweit gemeinsamen Agenda. Mit ihrem politischen Fachwissen, zum Beispiel bei der jüngsten Entwicklung der OECD-Empfehlung zur künstlichen Intelligenz, sowie ihrer globalen Reichweite ist die OECD in der einzigartigen Lage, mit einer breiten Gruppe von Entscheidungsträgern in Kontakt zu treten,

erklärt Yoichi Iida, designierter Vorstand des OECD-Ausschuss für Politik der digitalen Wirtschaft (CDEP).

BEPAB soll dabei als logische Fortführung der bisherigen Blockchain-bezogenen Arbeit der OECD verstanden werden. Neben Fragen des Verbraucherschutzes soll sich das Gremium unter anderem Due-Diligence-Anforderungen globaler Lieferketten sowie der finanziellen Bildung und dem Potenzial der Blockchain als „Wegbereiter einer nachhaltigen Infrastruktur“ auseinandersetzen.

Das Blockchain-Expertengremium hat laut Pressemitteilung im vergangenen Dezember das erste Mal getagt. Man darf gespannt sein, ob beziehungsweise inwieweit BEPAB den Dialog zwischen (Blockchain-)Industrie und Regulierungsbehörden befördern wird.

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