Aufwind oder Strohfeuer? Ripple-Kurs (XRP) steigt – Trotz oder wegen MoneyGram?

Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

Quelle: Shutterstock

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Der XRP-Kurs steigt nach guten Nachrichten des Ripple-Partners MoneyGram. Dieser vermeldet für die Weihnachtszeit ein starkes Wachstum im Geschäft mit Online-Überweisungen. Als Grund für die positiven Zahlen führt der Geld-Transfer-Dienstleister jedoch nicht XRP, sondern die eigene App an. Möglicherweise steht der Kurssprung von XRP auch in Zusammenhang mit der Einführung von XRP Futures auf der Bitcoin-Börse Binance.

Der XRP-Kurs konnte in den letzten 24 Stunden kräftige Zuwächse von zeitweise über 14 Prozent verbuchen. Aktuell handelt das digitale Asset des kalifornischen FinTechs Ripple bei 0,218 US-Dollar – ein Tagesplus von 10 Prozent. Der plötzliche Kurssprung fällt zeitlich mit einer Meldung des Ripple-Partners MoneygGram zusammen.

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Der US-amerikanische Geldtransfer-Dienstleister hat am 6. Januar starke Zuwächse bei Online-Überweisungen während der Weihnachtszeit verkündet. Demnach stieg die Zahl der inländischen Transaktionen um 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Noch höher lagen die Zuwächse im Auslandsgeschäft: Mit einem Wachstum von 120 Prozent im Jahresvergleich konnte MoneyGram die Zahl der Online-Überweisungen mehr als verdoppeln.

XRP-Kurs im Strohfeuer?

MoneyGram gehört zu den Ripple-Partnern, die das On-Demand-Ledger (ODL) und damit XRP verwenden. Allerdings beschränkt sich die Verwendung bislang auf einen Zahlungskorridor zwischen den USA und Mexiko. Immerhin: 10 Prozent der MoneyGram-Überweisungen von Mexiko in die USA werden bereits über ODL abgewickelt.

Ob die MoneyGram-Meldung ausreicht, um ein nachhaltiges Wachstum zu rechtfertigen, ist zweifelhaft. Tatsächlich erwähnt die Pressemitteilung weder Ripple noch XRP noch ODL. Stattdessen begründet MoneyGram die Zuwächse im Weihnachtsgeschäft mit dem Erfolg seiner App:

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Der Erfolg unserer mobilen App während des ganzen Jahres und insbesondere in dieser Ferienzeit zeigt, welchen Wert die Konsumenten nicht nur auf unsere User Experience, sondern auch auf unser globales Vertriebsnetz legen,

lässt sich MoneyGram-Chef Holmes zitieren.

Insofern ist der rasante Kursanstieg von XRP mit Vorsicht zu genießen. Um eine App benutzerfreundlicher zu gestalten, braucht MoneyGram schließlich kein ODL.

ODL braucht mehr Korridore

Anders verhielte es sich, wenn MoneyGram neben USA-Mexiko weitere ODL-basierte Zahlungskorridore verkünden würde. XRP dient bei internationalen Überweisungen als sogenannte Brückenwährung. Bei einem Geldtransfer von Mexiko in die USA werden zunächst Pesos auf einer mexikanischen Exchange in XRP getauscht, um dann auf einer US-amerikanischen Börse in die Zielwährung US-Dollar getauscht zu werden. Der Vorteil: Die Korrespondenzbanken müssen weniger Geld vorhalten, sondern können bei Bedarf auf die Liquidität des XRP-Markts zurückgreifen. Es kann durchaus sein, dass MoneyGram 2020 stärker auf ODL setzen wird – auch wenn in der aktuellen Pressemitteilung nicht einmal das marketingträchtige Wort Blockchain vorkommt.

Binance führt XRP Futures ein

Auch die Einführung von XRP Futures auf der Bitcoin-Börse Binance könnte den XRP-Kurs befeuert haben. Binance hat am 6. Januar den Start von XRP-Terminkontrakten bekannt gegeben. Diese erlauben Wetten auf den XRP-Kurs mit einem Hebel von bis zu 75x. Auch hier gibt es keinen Grund, von einem organischen Wachstum auszugehen. Vielmehr dürfte die Einführung von XRP-Terminkontrakten auf einer der größten Bitcoin-Börsen dem Ripple-Kurs eine größere Volatilität bescheren – schließlich erlauben sie auch das Wetten auf einen fallenden Kurs.

 

[Update 11:20: Artikel wurde um die Listung von XRP-Futures auf Binance ergänzt]


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