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Plus TokenMutmaßlicher Bitcoin-Scam wieder in Bewegung

Neues von Plus Token: Der mutmaßliche Bitcoin-Scam soll EOS in Millionenhöhe bewegt haben.

Phillip Horch
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Schwanz eines Buckelwals vor der Küste von Cape Cod.

Quelle: Shutterstock

Er zählt zu einem der größten mutmaßlichen Bitcoin-Betrügereien im Ökosystem: Plus Token. Im Juli vergangenen Jahres war bekannt geworden, dass sich die Betreiber des mutmaßlichen Pyramidensystems mit mindestens drei Milliarden US-Dollar aus dem Staub gemacht haben sollen.

Plus Token: Pyramidenartige Verteilungssysteme

Das Geschäftsmodell lockte mit hohen Gewinnen für Investoren: Wer in PlusToken investierte, sollte sein Vermögen mittels Tradingrobotern automatisch vervielfachen können. Ein für das System wichtiger Zusatzanreiz: Wer weitere Kunden erwarb, dem winkten Belohnungen. Das PlusToken-Modell hatte Erfolg: Die Ether-Adressen der Betreiber des mutmaßlichen Betrugssystems zählten bald zu den 10 reichsten Ether-Besitzern im gesamten Space.

Das Plus-Token-Team lockte dabei mit einer Möglichkeit, 6-18 Prozent an monatlicher Rendite einzusammeln. Dieser „Return“ sollte dann auf die persönliche Wallet ausgezahlt werden. Das Token-Umfeld, so zumindest die Behauptung der Betreiber, sollte von Samsung-Entwicklern stammen. Dadurch ergaunerten sie hauptsächlich Bitcoin und Ether in Millionenhöhe.

Nicht nur Bitcoin war Teil der Beute

Doch die Betreiber hatten nicht nur Bitcoin und Ether erbeutet – auch eine Reihe von Altcoins nennen sie offenbar ihr eigen. So hat der Krypto-Analysedienst Whale Alert am 22 Juni eine Transaktion von 26,3 Millionen EOS-Token ausgemacht, zum derzeitigen Kurs über 67 Millionen US-Dollar.

Die Transaktion führte indes zu einer frisch erstellten anonymen Wallet. Wohin die EOS Coins nun fließen, ist noch nicht sicher. Dennoch ist es wahrscheinlich, dass auch hier ein Washing-System zum Tragen kommt, wie es im Umfeld von PlusToken bereits in der Vergangenheit aufgefallen ist. Dabei versenden die Betreiber der Börse ihre Coins immer wieder über verschiedene Adressen über unterschiedliche Exchanges, um so nach und nach ihre Spuren zu verwischen.

Wie die Analysten von Longhash herausgefunden hatten, hat das mutmaßliche Bitcoin-Betrugsystem auf diese Weise bereits Ende vergangenen Jahres Ether Token im großen Stil gewaschen. Dabei wurden 20.000 Ether-Token in 7.722 Transaktionen auf 4.592 Adressen verteilt. Beim Waschen der Ether ging das Team des mutmaßlichen Bitcoin-Betrugs in mehreren Phasen vor. Nach einem ersten Transfer von 20.008 ETH (Phase 1) haben die PlusToken-Betreiber die Token auf 199 Adressen verteilt (Phase 2). In Phase 3 gingen sie dann dazu über, die Token auf weitere Adressen aufzuteilen. In der vierten und letzten Phase fanden die Token dann wieder zusammen. Diese Verschleierungstaktik erinnert Krypto-Eingesessene etwa an die Ringsignaturen von Monero. Auch hier versendet man Coins immer weiter, um Spuren zu verwischen.

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