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Mordversuch an Alexander Vinnik verhindert

Griechische Behörden haben einen Plan aufgedeckt, den ehemaligen BTC-e-Börsenbetreiber Alexander Vinnik umzubringen. Vinnik ist seit fast einem Jahr in Griechenland inhaftiert. US-Strafverfolger werfen ihm Geldwäsche in Milliardenhöhe vor. Im Mt.Gox-Fall gehört er zu den Hauptverdächtigen.

Roman Maas
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Griechische Strafverfolgungsbehörden haben Informationen, laut derer Alexander Vinnik Opfer eines Gift-Attentats werden sollte. Der Gefängnisleiter und der Staatsanwalt der Stadt Thessaloniki haben den russischen Staatsbürger über die Mordpläne informiert. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Sputnik unter Berufung auf eine Quelle aus den Behörden. Vinnik steht nun unter verschärfter Sicherheitsbeobachtung und darf keine Lebensmittel oder sonstige Gegenstände von Unbekannten mehr annehmen.

Der unbekannten Quelle zufolge begannen die Täter mit den Attentatsplänen, nachdem ein griechisches Gericht Vinniks Auslieferung an die USA blockiert hat. Jemand in Russland habe die Anordnung zur Tötung gegeben. Es gebe Menschen, die extrem daran interessiert seien, ihn nicht dorthin kommen zu lassen. Allerdings sind laut Sputnik keine Geheimdienste irgendwelcher Staaten daran beteiligt, die Täter seien im kriminellen Milieu zu suchen.

Ist Vinnik das Mastermind hinter Mt.Gox?

Alexander Vinnik ist seit Juli 2017 in Griechenland in Haft. Nur wenige Tage zuvor hatten US-Behörden die von ihm betriebene Krypto-Handelsplattform BTC-e geschlossen. Sie werfen ihm Krypto-Geldwäsche in Höhe von vier Milliarden US-Dollar vor. Dies wäre die größte jemals festgestellte Summe für dieses Verbrechen. Insgesamt sieht er sich 21 Anklagepunkten gegenüber, darunter Hacking und Drogenhandel. Viele Indizien sprechen dafür, dass er am Mt.Gox-Hack beteiligt gewesen ist. So haben Ermittler Geldströme von Mt.Gox zu Vinniks persönlicher Wallet und zu BTC-e nachgewiesen.

Nachdem er sich zunächst keiner Schuld bewusst sein wollte, ist er nun offenbar bereit, vor einem griechischen Gericht über kriminelle Handlungen im Finanzbereich auszusagen. Ob es dazu kommt, ist allerdings unklar. Sowohl Russland als auch die USA fordern die Auslieferung von Vinnik. Im Oktober haben zwei griechische Gerichte Urteile zu dieser Frage gefällt, eines davon zugunsten Russlands, eines zugunsten der USA. Der griechische oberste Gerichtshof entschied, Vinnik solle in die USA. Der Anwalt des Beklagten gab nun bekannt, den Prozess vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu bringen. Das Chaos um Alexander Vinnik geht weiter.

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