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Nach MicroStrategy-Rücktritt Ex-CEO Michael Saylor bricht sein Schweigen

Die Nachricht um Michael Saylors Rücktritt bei MicroStrategy schlug im Krypto-Space ein wie eine Bombe. Nun bricht der Ex-CEO sein Schweigen.

Daniel Hoppmann
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Michael Saylor

Beitragsbild: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Rebecca Blackwell

| Die Bitcoin-Strategie sieht Michael Saylor nach seinem Rücktritt als CEO nicht in Gefahr – im Gegenteil.

Am 8. August wird eine Ära enden. Michael Saylor, der langjährige CEO und Gründer von MicroStrategy, wird seinen Posten an der Spitze des Business-Intelligence-Unternehmens räumen. Die Nachricht schlug im Krypto-Space hohe Wellen. Gegenüber Yahoo Finance brach der 57-Jährige nun sein Schweigen.

“Es war meine Entscheidung”, stellte Saylor zu Beginn des Gesprächs klar. Zuvor kochte die Gerüchteküche, dass der US-Amerikaner aufgrund der Bitcoin-Strategie des Unternehmens gehen musste. MicroStrategy machte in der Vergangenheit immer wieder mit dem Kauf der Kryptowährung auf sich aufmerksam. Derzeit hält man knapp 130.000 BTC zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von 24.212 US-Dollar. Im aktuellen Marktumfeld entpuppt sich das Investment allerdings als Minusgeschäft.

Mit dem Rücktritt sahen sich Kritiker bestätigt. Manche prophezeiten gar das Ende der Bitcoin-freundlichen Unternehmenspolitik. So bezeichnete etwa der ehemalige Options-Händler und Autor des Buches “The Black Swan”, Nassim Taleb, den Schritt als “Sargnagel” für die Bitcoin-Strategie von MicroStrategy. Dem widersprach Saylor im Interview mit Yahoo Finance jedoch ausdrücklich.

Ich bleibe weiterhin Hauptanteilseigner des Unternehmens und Vorsitzender des Aufsichtsrates. Außerdem führe ich weiterhin den Investitionsausschuss, die unsere Akquisitions-Strategie für Bitcoin überwacht.

Saylor will sich auf Bitcoin konzentrieren

Also eine klare Absage an die Kritiker. Den Posten als CEO übernimmt zukünftig Phong Le, der ehemals als CFO bei MicroStrategy gearbeitet hatte. Saylor selbst bleibt dem Unternehmen ebenfalls erhalten. Auf die Frage, ob sich nun an der Bitcoin-Strategie etwas ändern werde, sagte der Gründer von MicroStrategy:

Nein, überhaupt nicht. Unser Ziel war und ist es nach wie vor. So viel Bitcoin wie möglich zu akquirieren … Die Strategie ist bisher ein Erfolg.

In seiner neuen Rolle wolle sich Saylor vollends auf die Strategie konzentrieren.

Inwiefern er dabei auf die Unterstützung der restlichen Shareholder zählen kann, bleibt fraglich. Durch den starken BTC-Einbruch in den vergangenen Monaten enttäuschte die Software-Firma in ihrem aktuellen Quartalsbericht. Insgesamt verzeichnete MicroStrategy einen Umsatzrückgang von 2,6 Prozent auf insgesamt 122,1 Millionen US-Dollar.

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