Mit Argus-Augen Gegen Internet-Piraten: Microsoft und Alibaba starten Ethereum-Projekt
Elias H.

von Elias H.

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Piratenflagge vor dunklem Himmel

Quelle: Shutterstock

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Internet-Piraterie entwickelt sich weltweit zu einem immer größeren Problem – auch für Microsoft und Alibaba. Ein neues Ethereum-Projekt soll nun Abhilfe schaffen.

Schlechte Nachrichten für Raubkopierer: Die beiden IT-Giganten Microsoft und Alibaba kooperieren im Kampf gegen Internetpiraterie mit der Carnegie Mellon Universität. Dabei setzen sie auf die Blockchain-Technologie, genauer: auf Ethereum. Die Kooperation trägt den Namen Argus, benannt nach dem hundertäugigen Riesen aus der griechischen Mythologie.


Mit Ethereum gegen Internet-Piraten

Das Argus Whitepaper beschreibt vier Rollen, die wesentlich für das Projekt sind. Einmal der “Copyright-Inhaber” (beispielsweise ein Filmproduzent). Die “Lizenznehmer”, der vom Besitzer die Nutzungsrechte (beispielsweise Kinos) erhält. Der “Rechtsverletzer”: Er verletzt das Urheberrecht. Die “Informanten” sind schließlich jene, die einen Copyright-Verstoß melden. Ziel sei von Argus sei es, “Anreize für die Allgemeinheit zu schaffen, die Raubkopien an das System zu melden”.

Jede der vier Rollen ist unterschiedlich und jede hat ihre eigenen speziellen Interessen. Ziel ist es, Tipps von der Öffentlichkeit zu erhalten, um Raubkopien zu verhindern. Informanten geben einen Tipp, dass jemand Raubkopien illegal verbreitet. Durch Mechanismen wie zum Beispiel Ethereum-basierte Wasserzeichen ist es möglich, Internet-Piraterie einzudämmen. Dazu kommt, dass Microsoft die Ethereum-Technologie als sicher einstuft. Zu dem Projekt sagt Microsoft:


(…) Wir ziehen insbesondere die folgenden Schlussfolgerungen: (1) Es ist machbar, eine vollständig transparente Lösung zu entwickeln, ohne eine vertrauenswürdige Rolle einzuführen. Das könnte einen Paradigmenwechsel für Anti-Piraterie-Anreizlösungen ermöglichen. Außerdem stellt Argus ein überzeugendes Anwendungsszenario für eine öffentliche Blockchains dar (…) (3) neben der logischen Robustheit ist die Lösung aufgrund unserer effektiven Optimierungen auch wirtschaftlich praktikabel.

Argus Whitepaper

Jährlich Milliarden-Schäden durch Internetpiraterie

Internet-Piraterie ist nach wie vor ein drängendes Thema. Jedes Jahr werden Raubkopien von Videomaterial über 230 Milliarden Mal aufgerufen. Dadurch gehen alleine der US-Wirtschaft jährlich zwischen 29 und 71 Milliarden US-Dollar an Einnahmen verloren. Besonders anfällig für Raubkopien ist beispielsweise die Filmindustrie. Statistiken gehen davon aus, dass die jährlichen weltweiten Umsatzverluste durch digitale Piraterie zwischen 40 und 97,1 Milliarden US-Dollar liegen. Aber nicht nur wirtschaftlicher Schaden wird angerichtet, es wird geschätzt, dass in den USA Jahr für Jahr circa 70.000 Jobs durch Musikpiraterie verloren gehen.

Sollte das Projekt an Fahrt aufnehmen, könnte diese dreier Allianz eventuell auch Probleme aus der analogen Welt angehen. So arbeitet das Krypto-Unternehmen VeChain beispielsweise daran, Kleidung fälschungssicher zu machen. Einen ähnlichen Vorstoß gab es zuvor bereits vonseiten des Luxusmodelabels LVMH, das ebenfalls auf Ethereum setzt.


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