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MiCA-Regulierung EU vertagt Abstimmung über Krypto-Regulierung

Bis der richtungsweisende Krypto-Regulierungsentwurf MiCA im Amtsblatt verkündet wird, dauert es noch. Die Plenarabstimmung verzögert sich.

David Scheider
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EU

Beitragsbild: Shutterstock

| Das Parlamentsgebäude in Straßburg.

Über den MiCA-Gesetzestext (Market in Crypto Assets) besteht zwar schon Einigung. Es dauert aber noch mindestens bis Februar, bis der Text eine demokratische Legitimation bekommt. Denn wie ein Pressesprecher des EU-Parlaments gegenüber Coindesk bestätigt, werden die Parlamentarierinnen und Parlamentarier im Plenum des Europäischen Parlaments frühestens im Februar 2023 über den Krypto-Regulierungsentwurf abstimmen. Eigentlich wollte man die wegweisende Krypto-Regulierung bereits im Dezember auf die Tagesordnung des Parlaments bringen. Der schiere Umfang sowie die Komplexität des Gesetzes sorgen aber für einige Verzögerungen im Ablauf. So muss das umfangreiche Regulierungswerk in alle 24 offizielle Sprachen der Europäischen Union übersetzt werden, bevor es in die Abstimmung geht.

Bisher wurde MiCA zwar im zuständigen Wirtschaftsausschuss in der Entwurfsfassung von MEP Stefan Berger (CDU) bestätigt. Das Plenum des EU-Parlaments sowie die Regierungen der EU-Staaten müssen aber auch noch ihr Go geben, damit die Regulierung rechtskräftig wird.

MiCA gilt nicht nur innerhalb der EU als richtungsweisender Regulierungsentwurf für den Umgang mit Bitcoin und Co. Auch international blickt der Sektor gespannt auf den europäischen Ansatz. Schließlich gilt Europa als Schlüsselmarkt für den Kryptosektor; ein Fünftel der globalen Krypto-Wirtschaft entfällt auf Europa.

MiCA: Proof-of-Work-Verbot findet keine Mehrheit

Für Aufsehens hat die Debatte um MiCA auch deshalb gesorgt, weil ein Lager aus linksgerichteten Parteien vehement für ein EU-weites Handelsverbot von Proof-of-Work-basierten Kryptowährungen wie Bitcoin geworben hat. Dieser Vorschlag hat es allerdings nicht in den finalen Gesetzentwurf geschafft.

BTC-ECHO sprach bereits im Juli mit dem grünen Europaabgeordneten Rasmus Andresen, der das Bitcoin-Verbot maßgeblich angetrieben hatte. Das Interview lest ihr hier.

Neben dem gescheiterten Versuch, PoW-Coins zu verbieten, sind Stablecoin-Emittenten künftig verpflichtet, Rücklagen zu bilden – Hintergrund ist die Implosion des Terra-Luna-Ökosystems.

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