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"Wir verkaufen keine Nutzerdaten" Nur ein Missverständnis? MetaMask reagiert auf Privatsphäre-Skandal

ConsenSys äußert sich zu Vorwürfen gegen Krypto-Wallet MetaMask: Unter anderem sollen Daten nur sieben Tage gespeichert werden, heißt es.

Giacomo Maihofer
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MetaMask

Beitragsbild: Shutterstock

| Die Firma hinter MetaMask reagiert auf die Empörung im Netz.

In der vergangenen Woche ging ein Aufschrei durch die Kryptowelt. Der Grund: Die führende Wallet MetaMask sammelt die Daten ihrer insgesamt 31 Millionen Nutzer, wenn diese das Netzwerk über den Dienst Infura nutzen. Er ist standardmäßig eingestellt. Das verkündete ConsenSys, die Firma hinter beiden Services. Viele deuteten das als einen Abgesang auf eines der Kernversprechen des Web3: das Recht auf Privatsphäre. Und riefen zur Abkehr auf.

In einem Blogpost aktualisiert ConsenSys nun die Richtlinien. Man wolle so die Kritik ernst nehmen und auch mit “Missverständnissen” aufräumen. Dort heißt es: “Wir verpflichten uns, die Privatsphäre der Nutzer unserer Produkte zu schützen, damit unsere Nutzer nicht von einer weiteren zentralisierten Einrichtung verraten werden – und letztlich auch nicht verraten werden können.”

MetaMask speichert Nutzerdaten nur sieben Tage

Und weiter: ConsenSys speichere Nutzerdaten nur bei Transaktionen. Und diese auch nur für die Dauer von maximal sieben Tagen. “Wir haben und werden niemals die Daten unserer Nutzer verkaufen”, verspricht das Unternehmen. “Wir nutzen die Daten nur, um die Einhaltung unserer Datenschutzrichtlinie zu gewährleisten.”

Außerdem werde man es in Zukunft einfacher machen, auf einen alternativen Dienst für MetaMask umzusatteln, falls Nutzer nicht standardmäßig Infura benutzen wollen. Im Laufe der nächsten Woche werden neue Einstellungen freigeschaltet, die es Nutzern erlauben sollen, ihren eigenen Dienst zu wählen. “Letztendlich sollte ein Benutzer mit höchsten Ansprüchen an den Datenschutz in der Lage sein, auf MetaMask zuzugreifen, ohne jemals auf einen Server zu stoßen, den er nicht ausgewählt hat.”

ConsenSys ist einer der großen Player

Das kontroverse Datenschutz-Update von MetaMask kam kurz nachdem auch Uniswap, die größte dezentrale Kryptobörse, eine neue Privatsphären-Policy verkündet hatte. Anfang des Jahres sammelte ConsenSys, die Firma hinter MetaMask und Infura, über 450 Millionen in einer Series-D-Runde ein. Mit einer Evaluation von sieben Milliarden US-Dollar gehört es zu einem der größten Player im Krypto-Space. ConsenSys wurde von Joseph Lubin ins Leben gerufen, einem der Miterfinder von Ethereum.

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