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Kein Kanzlerbonus Scholz-Neffen gehen mit Krypto-Start-up pleite

Die Neffen von Bundeskanzler Olaf Scholz haben mit ihrem Krypto-Start-up Insolvenz angemeldet. Wie es mit der Belegschaft weitergeht, bleibt offen.

Daniel Hoppmann
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Bundeskanzler Scholz im Bundestag.

Beitragsbild: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

| Die Neffen von Bundeskanzler Scholz sind mit ihrem Krypto-Start-up gescheitert. Schützenhilfe vom Onkel gab es nicht.

Das Krypto-Start-up von Jakob und Fabian Scholz ist Berichten zufolge insolvent. Mit Rubarb wollten die Neffen von Bundeskanzler Olaf Scholz ursprünglich mit dem Besparen von ETFs mittels App ganz groß in der Finanzwelt starten. Dafür hatte man seit der Gründung 2020 rund fünf Millionen Euro aus Finanzierungsrunden einsammeln können. Nun jedoch das Aus. Als Ursache für die Pleite nennt das Unternehmen eine geplatzte Finanzierungszusage. Auf Schützenhilfe von ihrem prominenten Onkel können die Scholz-Neffen nicht hoffen.

Derweil sind Investoren empört. Im Mai teilte die Unternehmensführung mit, dass man bei Barmitteln von einer Million Euro pro Monat 200.000 bis 250.000 Euro Verlust mache. “Wie kann man von einem Fundraising im Februar den Laden in weniger als fünf Monaten an die Wand fahren”, kommentiert ein anonymer Investor die Insolvenz gegenüber dem Handelsblatt.

Nachdem die Geschäftsidee einer ETF-Sparplan-App keinen nennenswerten Erfolg brachte, schwenkten die Scholz-Neffen auf Krypto um. Dafür gründete man den DeFi-Finanzdienst Kudona. In Zusammenarbeit mit Fireblocks und dem Bankhaus Frick ermöglichte man Kunden das Staken und Lenden von Kryptowährungen. Eine entsprechende Lizenz holten sich Fabian und Jakob Scholz sowie Mitgründer Kelvin Craig in Litauen. Um den Zinssatz zu erwirtschaften, tauschte Kudona die Kundengelder in Stablecoins um und zahlte diese anschließend auf DeFi-Plattformen ein. Damit seien Renditen von bis zu 3,8 Prozent möglich gewesen, heißt es auf der Webseite des Dienstes.

Insgesamt beschäftigt Rubarb etwa 30 Mitarbeiter. Wie es für sie nun weitergeht, bleibt offen. Laut Handelsblatt soll knapp die Hälfte des Teams gehen. Die Tochtergesellschaft Kudona werde derweil Teil von Restrukturierungsmaßnahmen. Die Kundeneinlagen des Krypto-Dienstes seien aber sicher, so Fabian Scholz.

Krypto-Winter fordert seinen Tribut

Im aktuellen Marktumfeld zieht sich die Schlinge um zahlreiche Krypto-Unternehmen enger. Die Liquiditätsprobleme bei Celisus lösten einen regelrechten Dominoeffekt aus, an dessen Ende mehrere Lending-Dienste Insolvenz anmelden mussten. Darüber hinaus dürfte für Rubarbs ursprüngliche Idee einer ETF-gestützen Sparplan-App aber auch der Konkurrenzkampf mit Unternehmen wie Trade Republic zu groß gewesen sein.

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