Warten auf den Krypto-Frühling 

Krypto-Winter 2026: Wie tief die Kurse laut KI-Modellen noch fallen könnten

Steht uns 2026 ein anhaltender Krypto-Bärenmarkt bevor? Die Top-KIs zeigen, wie tief die Kurse von Bitcoin, Ethereum und anderen Coins noch fallen könnten.

Tobias Zander
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Krypto-Münzen vor einem roten Chartbild, dazu ein brüllender Bär

Beitragsbild: Fotomontage I Shutterstock

| Die Krypto-Bären haben 2026 Oberwasser: Was heißt das für die Kurse?

Der Krypto-Markt steckt in einer tiefen Depression. Seit Anfang Oktober sind rund zwei Billionen US-Dollar an Marktkapitalisierung aus Bitcoin, Ethereum und den wichtigsten Altcoins abgeflossen, sodass unter Anlegern extreme Angst dominiert. Zwar konnten sich die Kurse im Zuge des Iran-Konflikts leicht stabilisieren, wohingegen die Aktienmärkte und Edelmetalle korrigierten. Doch reicht das für eine nachhaltige Trendwende? Wie groß ist das Abwärtspotenzial für Bitcoin, Ethereum und Co. jetzt noch? BTC-ECHO hat die führenden KI-Modelle ChatGPT, Gemini und Claude AI nach ihren Einschätzungen gefragt, einschließlich möglicher Worst-Case-Szenarien.

Bitcoin schwach, Altcoins noch schwächer?

Der Krypto-Bullenmarkt der Jahre 2024 und 2025 verlief ohne ein Phänomen, das viele Anleger in früheren Zyklen begeisterte. Die Altcoin Season blieb aus. In vergangenen Aufwärtsphasen folgte auf eine starke Bitcoin Rally häufig eine Phase, in der Kapital in zahlreiche Altcoins floss, die Bitcoin dann über Wochen oder Monate hinweg deutlich übertrafen. Projekte wie Ethereum, Solana oder Cardano erreichten dabei regelmäßig neue Allzeithochs. Im aktuellen Zyklus zeigte sich dieses Muster aber kaum.

Während Bitcoin bis auf 126.000 US Dollar Anfang Oktober 2025 anstieg, notierten viele Altcoins weiterhin deutlich unter ihren bisherigen Höchstständen. Entsprechend hoch blieb die Bitcoin-Dominanz, die zwischenzeitlich sogar auf rund 65 Prozent kletterte und damit ein Mehrjahreshoch markierte.

“Die Kursrückgänge wirken wie der Übergang in eine klassische Bärenmarktphase”, lautet die Einschätzung von ChatGPT. Der Absturz von rund 126.000 auf bis zu 60.000 US-Dollar bei Bitcoin liege im historischen Rahmen früherer Zykluskorrekturen.

Die Abkühlungsphase nach dem Rekordhoch dauerte dem OpenAI-Chatbot zufolge meist rund ein Jahr, bevor sich ein neuer Boden bildete. “Typisch für diese Phase sind mehrere kräftige Zwischenrallys, die schnell wieder abverkauft werden.” Sollte sich dieses Muster erneut zeigen, könnte sich die Schwächephase noch über weite Teile des Jahres ziehen.

Bei Altcoins fallen die Bewegungen traditionell nochmals stärker aus. Projekte wie Ethereum, Solana oder XRP verlieren in Bärenmärkten oft mehr als Bitcoin, da Kapital zuerst aus riskanteren Assets abgezogen wird. Eine vollständige Entkopplung bleibt dennoch unwahrscheinlich. Der meistgenutzte Chatbot der Welt betont: “Bitcoin bleibt weiterhin der Taktgeber des Marktes.” Gleichzeitig dürfte sich die Spreizung innerhalb der Altcoins verstärken.

Gemini wertet die aktuelle Korrektur als “gesunde Abkühlung nach der Rekordjagd”. Eine schnelle Rückkehr zum Allzeithoch sei unwahrscheinlich. Vielmehr deute die Datenlage auf eine Seitwärtsbewegung hin, die bis tief in das vierte Quartal 2026 reichen könnte.

Bei Altcoins wie Ether oder Solana sieht die Google-KI weiterhin eine starke Bindung an die Krypto-Leitwährung: “Bitcoin bleibt der Dirigent des Marktes”. Zwar würden Altcoins in Aufschwüngen häufig stärker zulegen, in Krisenzeiten jedoch auch schmerzhaftere Verluste verzeichnen. Eine echte Entkopplung bleibe 2026 ein Mythos.

Auch Claude AI sieht Anzeichen für einen anhaltenden Abschwung. “Die Preisbewegungen deuten darauf hin, dass der Krypto-Bärenmarkt bis in die zweite Jahreshälfte 2026 andauern könnte”, meint das Modell. Als Gründe nennt der Anthropic-Chatbot vor allem regulatorische Unsicherheiten und ein herausforderndes makroökonomisches Umfeld. Kurzfristig sei eine Entkopplung zwischen Bitcoin und Altcoins möglich. “In Bärenmärkten fallen Altcoins oft stärker und erholen sich langsamer”, so die Einschätzung, weshalb sich Anleger auf eine hohe Volatilität einstellen müssen.

Wie deutlich die Krypto-Kurse von hier aus noch korrigieren könnten

“Historisch gesehen verlieren Kryptowährungen in Bärenmärkten häufig zwischen 60 und 85 Prozent vom Hoch”, erklärt ChatGPT. Ausgehend vom Rekord bei 126.000 US Dollar könnte Bitcoin im Worst Case somit in eine Spanne zwischen 50.000 und 40.000 US Dollar zurückfallen. Ethereum gilt sogar als noch volatiler. Rückgänge von rund 70 Prozent waren in früheren Zyklen keine Seltenheit und würden Kurse deutlich unter den bisherigen Höchstständen bedeuten.

Ähnliches gilt für Solana oder XRP. “Gerade bei großen Altcoins sind Verluste von 70 bis 90 Prozent historisch durchaus vorgekommen.” Im Extremfall könnte Ethereum damit in eine Region zwischen 1.500 und 1.200 US Dollar fallen, XRP in eine Spanne von 0,80 bis 0,60 US Dollar und Solana in einen Bereich zwischen 40 und 30 US Dollar.

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Auch Gemini sieht das Abwärtspotenzial noch nicht vollständig ausgeschöpft. Während Bitcoin im Bereich zwischen 55.000 und 60.000 US Dollar auf eine starke Unterstützung treffen könnte, dürften spekulativere Assets “in einer finalen Verkaufswelle nochmals Federn lassen”. Der Markt befinde sich aktuell in einer klassischen Kapitulationsphase, in der schwache Hände und überhebelte Positionen aus dem System gedrängt werden.

Als mögliche Tiefpunkte nennt das Modell für Ethereum rund 1.700 US Dollar, für Solana etwa 75 US Dollar und für XRP ungefähr 0,80 US Dollar. Im Unterschied zum systemischen Kollaps des Jahres 2022 wirke die aktuelle Korrektur jedoch eher wie eine “schmerzhafte Rückkehr zur ökonomischen Realität”.

“Die Krypto-Kurse könnten vom aktuellen Niveau noch deutlich fallen”, meint wiederum der KI Assistent von Anthropic. Bitcoin könnte in einem pessimistischen Szenario bis auf 50.000 US-Dollar zurückgehen, was einer weiteren Korrektur von rund 30 Prozent entspräche. Ethereum sieht das Modell bei bis zu 1.500 US-Dollar, XRP bei 0,80 US Dollar und Solana bei etwa 60 US-Dollar. Als Begründung heißt es: “Diese Altcoins zeigen in der Regel höhere Volatilität und reagieren empfindlicher auf Marktbewegungen”.

KI-Ratschläge für mutige Krypto-Investoren

“Bärenmärkte sind historisch oft die Phase, in der langfristige Investoren ihre besten Einstiegsgelegenheiten finden”, erklärt ChatGPT. Statt eines großen Einmalkaufs hält das OpenAI-Modell jedoch gestaffelte Käufe für sinnvoller. “Sparpläne oder regelmäßige Nachkäufe reduzieren das Risiko, den falschen Zeitpunkt zu erwischen.” Beim Fokus auf einzelne Assets bleibe Bitcoin aber glasklar die solideste Basis, denn Bitcoin sei “das stabilste Fundament im Krypto-Markt”.

Wer mehr Risiko eingehen will, könne auch große Altcoins beimischen. Ethereum oder Solana gelten dem Chatbot weiterhin als zentrale Infrastrukturprojekte, während spekulativere Coins im Bärenmarkt anfälliger blieben.

Gemini rät Anlegern, geduldig zu bleiben und nicht vorschnell alles auf einmal zu investieren. “Das Risiko eines weiteren Rücksetzers ist noch nicht vom Tisch, weshalb Sparpläne die beste Methode sind, um den Durchschnittspreis zu optimieren”, erklärt die Google KI. Innerhalb der Portfolio-Struktur bleibe Bitcoin der klare Anker. Bei Altcoins empfiehlt Gemini hingegen einen Schwerpunkt auf technologische Infrastruktur.

Neben den etablierten Namen Ethereum und Solana nennt das Modell auch Chainlink und Near Protocol als mögliche Geheimtipps für 2026. “Projekte, welche die Brücke zwischen KI und Blockchain schlagen oder reale On-Chain-Daten liefern, werden sich am stärksten behaupten”, so die Hypothese. Wer ausschließlich auf Bitcoin setzt, verzichtet zwar auf das Innovationspotenzial der zweiten Reihe, geht dafür aber auch ein geringeres Risiko ein.

Claude AI hingegen plädiert für eine hybride Strategie beim Markteinstieg. Während Sparpläne als psychologischer Anker dienen könnten, sieht die Anthropic-KI in der aktuellen Phase das Potenzial für mutige Einmalkäufe. “Wer darauf wartet, dass der Sparplan über Jahre glättet, verpasst in diesem Marktstadium oft die einmaligen Chancen in den tiefroten Stunden“, so die Einschätzung. Claude empfiehlt daher eine intelligente Mischung aus kontinuierlichem Aufbau und punktuellen Spot-Käufen für 2026.

Bei der Auswahl der Investments dürfte Bitcoin die erste Wahl bleiben, doch auch chancenreiche Altcoins wie Ethereum und Solana kommen infrage. Klar ist aber auch: “Bitcoin sollte mit einer Gewichtung von mindestens 60 Prozent das Fundament im Krypto-Portfolio bleiben”.

Disclaimer: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar und dient ausschließlich zu InformationszweckenAuch KI-Modelle liefern keine Prognosen mit Gewissheit. Der Artikel erschien zuerst am 8. März. Vor Wiederveröffentlichung wurde er inhaltlich geprüft und gegebenenfalls angepasst.

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