"Prognosemärkte sind Glücksspielplattformen, ganz einfach" 

Kalshi im Visier: Diese Klage könnte 36 Milliarden US-Dollar kosten

New York verklagt Kalshi wegen mutmaßlich illegalen Glücksspiels. Dem Prognosemarkt drohen Forderungen von mindestens 36 Milliarden US-Dollar.

Dominic Döllel
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Kalshi-Logo auf einem Smartphone vor einem Computerbildschirm.

Beitragsbild: Shutterstock

| New York geht gegen Kalshi vor

Der US-Bundesstaat New York geht juristisch gegen die Prognoseplattform Kalshi vor. Generalstaatsanwältin Letitia James wirft dem Unternehmen vor, ohne die erforderliche Lizenz Glücksspiel anzubieten. Neben einem Verbot der Geschäfte im Bundesstaat fordert New York hohe Strafzahlungen und Entschädigungen für betroffene Nutzer.

Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft ermöglicht Kalshi Wetten auf Sportereignisse, Kulturthemen und Wahlen, ohne über eine Zulassung der New York State Gaming Commission zu verfügen. Aus Sicht der Behörden erfüllen die angebotenen Prognosemärkte die gesetzliche Definition von Glücksspiel.

Schwere Vorwürfe gegen Krypto-Plattform Kalshi

Laut der Klage soll Kalshi auch Einwohnern unter der gesetzlichen Glücksspielgrenze von 21 Jahren den Zugang zur Plattform ermöglicht haben. Dadurch seien diese einem „ernsten persönlichen und finanziellen Risiko“ ausgesetzt worden. Zudem wirft der Bundesstaat dem Unternehmen vor, fällige Steuern nicht abgeführt zu haben.

Parallel zur Klage beantragte New York eine einstweilige Verfügung, um Kalshis Event-Kontrakte im Bundesstaat sofort zu stoppen. Darüber hinaus verlangt die Generalstaatsanwaltschaft die vollständige Rückerstattung aller Einsätze an Nutzer, die Abschöpfung sämtlicher Erlöse sowie Strafzahlungen in Höhe des Dreifachen der erzielten Gewinne. Hinzu kommen 100.000 US-Dollar für jedes angebotene Event.

Den Gerichtsunterlagen zufolge könnten sich die geforderten Ausgleichszahlungen nach einer vollständigen Abrechnung auf mindestens 36 Milliarden US-Dollar belaufen.

Auch Frankreich geht gegen Prognosemärkte vor

Gouverneurin Kathy Hochul erklärte: “Kalshi hat sich entschieden, die Glücksspielgesetze des Bundesstaats New York zu ignorieren. Diese dienen dem Schutz der Verbraucher, sollen problematisches Glücksspiel verhindern, wichtige öffentliche Dienstleistungen finanzieren und sicherstellen, dass für alle Unternehmen dieselben Regeln gelten.” Generalstaatsanwältin Letitia James bekräftigte die Haltung des Bundesstaats: “Egal, wie sie sich nennen: Prognosemärkte wie Kalshi sind Glücksspielplattformen, ganz einfach.”

Auch Frankreich geht gegen Prognosemärkte vor. In diesem Fall: Polymarket. Mehr dazu hier: Frankreich lässt Polymarket sperren: Droht das auch bald in Deutschland?

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