Strategy hat im zweiten Quartal 2026 einen Nettoverlust von 8,22 Milliarden US-Dollar verbucht. Hauptgrund war ein nicht realisierter Bewertungsverlust von 8,32 Milliarden US-Dollar auf die Bitcoin-Bestände des Unternehmens. Trotz der roten Zahlen legte die MSTR-Aktie im vorbörslichen Handel am Freitag zeitweise um rund 4,5 Prozent zu.
Bitcoin-Käufe im Minus
Zum 26. Juli hielt Strategy insgesamt 843.775 BTC – rund 25 Prozent mehr als zu Jahresbeginn. Die Anschaffungskosten beliefen sich auf 63,69 Milliarden US-Dollar beziehungsweise durchschnittlich 75.476 US-Dollar je Bitcoin.
Beim aktuellen Kurs von rund 63.700 US-Dollar ist der Bestand noch etwa 53,8 Milliarden US-Dollar wert. Damit liegt sein Marktwert fast zehn Milliarden US-Dollar unter den ursprünglichen Anschaffungskosten.
Bemerkenswert ist zudem, dass Strategy im Rahmen seines neuen “BTC Monetization Program” BTC im Wert von insgesamt 218,4 Millionen US-Dollar verkauft hat. Die Erlöse wurden genutzt, um einen Teil der Dividenden auf die ausgegebenen Vorzugsaktien zu finanzieren. Das Unternehmen weicht damit von seiner bisherigen Ausrichtung ab, Bitcoin immer nur zu kaufen und langfristig zu halten.
Fokus auf Cash-Reserve
Der Bitcoin-Verkauf ist Teil einer breiteren Strategie zur Stabilisierung der zunehmend komplexen Kapitalstruktur. Strategy finanzierte seine Käufe zuletzt über Stammaktien, mehrere Klassen hoch verzinster Vorzugsaktien und Wandelanleihen.
Seit Jahresbeginn nahm das Unternehmen über Aktienverkäufe am Markt 17,06 Milliarden US-Dollar ein. Zudem kaufte es Wandelanleihen mit einem Nennwert von 1,5 Milliarden US-Dollar für rund 1,38 Milliarden US-Dollar zurück – ein Abschlag von etwa acht Prozent.
Im Fokus steht derweil die Cash-Reserve. Diese wurde nun auf 3,75 Milliarden US-Dollar ausgebaut. Laut Finanzvorstand Andrew Kang reicht sie damit aus, um die derzeitigen Vorzugsdividenden und Zinsverpflichtungen für mehr als 2 Jahre zu bedienen. Für 25 Millionen US-Dollar kaufte das Unternehmen außerdem STRC-Vorzugsaktien zurück, deren Nennwert bei knapp 29 Millionen US-Dollar lag. Trotz des Bitcoin-Rückgangs will das Saylorsche Bitcoin-Imperium an seinem Geschäftsmodell festhalten. Der umstrittene Bitcoin-Permabulle teilte währenddessen jüngst gegen Kritiker aus und erklärte: “Sie können Bitcoin nicht stoppen”.
