Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hat auf blockchainbasierten Prognosemärkten ein Handelsvolumen von rund 20 Milliarden US-Dollar generiert. Mehr als 400.000 Krypto-Wallets beteiligten sich an Märkten rund um Spiele, Turnierausgänge und weitere Ereignisse, wie eine Analyse von Chainalysis zeigt.
Die Summe umfasst den Zeitraum seit Januar 2026. Während des fünfwöchigen Turniers wurden rund 5,7 Milliarden US-Dollar umgesetzt. WM-bezogene Kontrakte standen in dieser Zeit für etwa 63 Prozent des gesamten Handelsvolumens auf den untersuchten Prognosemärkten. Dabei handelt es sich nicht zwingend um fünf Milliarden US-Dollar an neu eingesetztem Kapital, da Käufe und Verkäufe desselben Kontrakts mehrfach in das Handelsvolumen einfließen können.
Im Mainstream angekommen?
Besonders gefragt waren Märkte auf einzelne Spielergebnisse, den Turniersieger und die Platzierung der Mannschaften. Daneben zogen auch ungewöhnliche Fragen hohe Summen an. Ein Kontrakt darauf, ob Cristiano Ronaldo nach seinem letzten WM-Spiel weinen würde, erreichte beispielsweise ein Volumen von 49 Millionen US-Dollar.
Nutzer aus allen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis beteiligten sich. Das größte zurechenbare Volumen kam aus den USA und China, gefolgt von Kanada, Thailand und dem Vereinigten Königreich. Die geografische Zuordnung ist allerdings mit Unsicherheiten verbunden, da VPN-Dienste und andere Datenschutzwerkzeuge den tatsächlichen Standort verschleiern können.
Hinweise auf illegale Geldflüsse blieben im Verhältnis zum Gesamtmarkt begrenzt. Rund 3.700 und damit weniger als ein Prozent der beteiligten Wallets wiesen Verbindungen zu illegalen oder sanktionierten Akteuren auf. Chainalysis identifizierte unter anderem 5,4 Millionen US-Dollar, die von der sanktionierten Krypto-Börse HTX in beteiligte Wallets geflossen sein sollen.
Auf Bitcoin hatte der Hype jedoch keinerlei Auswirkungen. BTC notiert wie schon vor der WM bei rund 64.000 US-Dollar. An den Aktienmärkten sorgte gestern das Drama um Leopold Aschenbrenners KI-Fonds für eine spektakuläre KI-Rallye.
