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ICO-Regulierung: Kik bläst zum Großangriff auf US-Börsenaufsicht

Die US-Börsenaufsicht SEC hat Initial Coin Offerings (ICOs) schon seit geraumer Zeit im Visier und will diese wie gewöhnliche Wertpapiere regulieren. Sehr zum Leidwesen der Krypto-Industrie, die sich dadurch gegängelt fühlt. Kik, das Unternehmen hinter der gleichnamigen Messenger-App, holt jetzt zum großen Gegenschlag aus – das Urteil könnte weitreichende Folgen haben.

David Scheider
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Quelle: Shutterstock

Wie das Wall Street Journal berichtet, will Kik gegen die SEC vor Gericht ziehen und eine Einstufung des 2017 eingeführten Kin-Token als Security-Token (Wertpapier) verhindern. Ted Livingston, der Chef von Kik, sagte, dass er mit seiner Klage einen wichtigen Präzedenzfall schaffen könne und bezeichnete den bisherigen Kurs der US-Börsenaufsicht als „völlig fehlerhaft“.

Kik vs. SEC: „ICO-Regulierung schadet der Wirtschaft“

Im Kern geht es bei dem Streit um die legale und juristische Bewertung von ICOs. Die Börsenaufsicht betrachtet ICOs in der Regel als Wertpapiere – und stellt hohe gesetzliche Hürden auf, um Investoren besser vor den oft riskanten Crowdfunding-Modellen zu schützen. Die Unternehmen, die mit ICOs an den Markt gehen, wollen das umgehen und bezeichnen die Token deshalb als Utility Token. So auch der Kin-Token, der bislang nicht bei der SEC als Wertpapier registriert ist. Genau das will die Börsenaufsicht ändern.

Das Urteil könnte daher nicht nur für Kik als einzelnes Unternehmen, sondern für die ganze Krypto-Industrie weitreichende Konsequenzen haben. Wenn Kik mit der Klage Erfolg hat, könnten andere Firmen nachziehen und die legale Bewertung von ICOs als Security Token anfechten. Das, so Kik-Chef Livingston, würde der ganzen Krypto-Industrie einen „dringend benötigten Innovationsschub bescheren und die Wirtschaft stärken.“

US-Abgeordnete wollen Regulierung von ICOs kippen

Ob die Zivilklage von Livingston Erfolg hat, lässt sich derzeit noch nicht absehen. Allerdings mehren sich die Stimmen, die das strenge Regime der SEC kritisieren. Das mündete Ende Dezember 2018 im „Token Taxonomy Act“ der beiden US-Kongressabgeordneten Warren Davidson and Darren Soto. Der Gesetzvorschlag sieht vor, dass die Börsenaufsicht nicht jeden ICO als Wertpapier einstufen darf. Damit wolle man die US-Wirtschaft vor Überregulierung schützen und „die führende Rolle des Landes im Krypto-Sektor sicherstellen“.

Währenddessen geht die SEC zunehmend härter gegen ICOs vor. In den vergangenen Monaten ermittelte die Börsenaufsicht gegen hunderte Unternehmen und verschickte entsprechende Vorladungen. Der Vorsitzende der SEC, Jay Clayton, wird mit den Worten zitiert: „Ich glaube, jeder ICO, den ich kenne, ist ein Wertpapier.“

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