IBM und Travelport lancieren DLT-Lösung für Hotelprovisionen
Anton Livshits

von Anton Livshits

Am · Lesezeit: 2 Minuten

IBM Hotel Blockchainlösung

Quelle: Shutterstock

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Die Distirbuted-Ledger-Technologie (DLT) verspricht überall dort einen Mehrwert, wo es komplizierte Transaktionen zwischen mehreren Parteien nachzuverfolgen gilt. So auch in der Reisebranche. IBM hat hier gemeinsam mit Travelport nun eine neue Blockchain-Lösung für Reisebüros und Hotels lanciert. Die Entwickler versprechen damit, die Arbeitsabläufe in der Branche entscheidend zu vereinfachen.

IBM entwickelt gemeinsam mit dem Reisetechnologieanbieter Travelport eine Blockchain-Plattform für Hotelprovisionen. Wie aus der Ankündigung von Travelport hervorgeht, wollen die Kooperationspartner hierdurch die Verrechnung von Provisionszahlungen zwischen Hotels und Reisebüros optimieren. An dem Projekt beteiligt sind zudem der Reisemanagementanbieter BCD Travel und drei „renommierte“ Hotelketten.


Das Ziel der Kooperation ist, „den Lebenszyklus einer Buchung auf die Blockchain zu setzen“. Auch Änderungen und Zusatzbuchungen könnten auf diese Art und Weise in Echtzeit nachverfolgt werden. Travelport und IBM versprechen, dass sowohl Hotels als auch Reisebüros von dem Projekt profitieren werden. Der Nutzen für Reisebüros liegt hierbei zunächst deutlicher auf der Hand.

Travelport stellt Reisebüros mehr Planungssicherheit in Aussicht

Ross Vinograd, Senior Product Director bei Travelport, erklärte gegenüber Ledgerinsights, dass es für Reisebüros schwirieg sei, Buchungsänderungen im Blick zu behalten und ordnungsgemäß abzurechnen. Er meinte weiterhin:


Wir haben 69.000 Reisebüros, die mit über 650.000 Hotels zusammenarbeiten. Während unsere Plattform die Transaktion erleichtert, stimmen Agenturen und Hotels Provisionen offline über einen veralteten Prozess ab, der mit Excel-Tabellen übersät ist.

Als Konsequenz dieser analogen Herangehensweise erfahren Reisebüros die Höhe ihrer Provisionen erst 60 Tage nach Kunden-Checkout. Folglich haben sie oftmals Probleme, die genaue Höhe ihrer Einnahmen zu bestimmen. Die Blockchain-Lösung bedeutet für sie somit ein deutliches Mehr an Planungssicherheit. Davon könnten letztlich auch die Hotels profitieren. Denn bis lang wickeln viele Reisebüros den Buchungsprozess über Plattformen wie Expedia ab, die eine sofortige Übersicht über die Provisionshöhen in Aussicht stellen. Eine Vereinfachung dieses Prozesses würde für Reisebüros hingegen neue Anreize generieren, die Reisebuchungen direkt bei den Hotels vorzunehmen. Wie Ledgerinsights anmerkt, würde das auch das Transaktionsvolumen von Travelport steigern.

Auch Kurt Wedgewood, Leiter IBM Blockchain – Travel, betonte in seinem Statement die möglichen Vorteile für die gesamte Reisebranche:

Die Beseitigung der Stunden, die für die Behandlung von Streitfällen aufgewendet wurden, oder für die Aktualität und Genauigkeit der Informationen, ermöglicht es allen Teilnehmern, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: den Reisenden.

Das Projekt befindet sich noch in einem frühen Stadium. Travelport, IBM und BCD Travel wollen jedoch bald schon ein Pilotprogramm starten. Als technische Grundlage kommt die Hyperledger Fabric von IBM zum Einsatz.


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