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Iberdrola: Spanischer Stromproduzent setzt auf Blockchain

Um den Fluss erneuerbarer Energien zu seinen Kunden besser verfolgen und steuern zu können, nutzt Iberdrola in Zukunft Blockchain-Technologie.

Roman Maas
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Beitragsbild: Shutterstock

Das spanische Stromerzeugungs- und -vertriebsunternehmen Iberdrola hat ein Pilotprojekt abgeschlossen, bei dem es Energietransfers zum Endverbraucher mithilfe einer Blockchain verfolgt hat. Das berichtet die spanische Presseagentur Europa Press. Der Strom kam von zwei Windparks in Oiz (Bizkaia) und Maranchón (Guadalajara) und einem Wasserkraftwerk in San Esteban (Galizien) und lief in den Zentralen der Kuxtabank in Córdoba sowie im Baskenland ein. Die Kuxtabank ist Miteigentümer von Iberdrola und Kooperationspartner bei dem Projekt. Iberdrola ist einer der größten Stromversorger Spaniens und hat Vertretungen in dutzenden Länder, darunter auch in Deutschland.

Smart Grids – Die intelligenten Stromnetze kommen

Mit der Echtzeit-Verfolgung von Strom von der Generierung bis zur Verbrauchsstelle durch die Blockchain ist es möglich, genauestens nachzuweisen, aus welchen Quellen die Energie kommt. Erzeuger und Kunden können diese Transfers durch Smart Grids, also intelligent vernetzte Stromsysteme, verwalten und handeln. So lassen sich mithilfe der Blockchain-Technologie beispielsweise Prioritäten bei den Herkunftsquellen erstellen. Dadurch erhalten Kunden mehr Einfluss und Transparenz, wenn sie bestimmte Stromarten bevorzugen. Durch Smart Contracts fallen auch administrative Mittelsmänner weg, was die Prozesse vereinfacht und Kosten spart.

Stromerzeuger kooperieren mit Energy Web Foundation

Bei der Implementierung der Blockchain-Technologie arbeitet der Stromproduzent Iberdrola mit der Energy Web Foundation (EWF) zusammen. Diese Non-Profit-Organisation wurde 2017 mit dem Ziel gegründet, den kommerziellen Einsatz von Blockchain-Technologien im Energiesektor zu beschleunigen. Für die Entwicklung stellt die EWF seinen Teilnehmern eine Open-Source-Plattform zur Verfügung. Im zweiten Quartal 2019 soll die eigene Blockchain unter dem Namen EW chain starten. Diese hat gute Chancen, sich zum Standard für Smart Grids und andere Anwendungen im Energiebereich zu etablieren.

Es ist zu erwarten, dass die Dezentralisierung von grünem Strom durch Blockchain-Technologien die weltweite Energiewirtschaft gehörig umwälzen wird. In Deutschland ist seit Ende 2018 unter anderem Siemens Teilnehmer bei der EWF. Die Energie-Abteilungen des Konzerns versprechen sich durch den Einsatz von Smart Grids eine erhöhte Gesamteffizienz der Energienetze und Kostensenkungen. Konkret soll es somit möglich werden, dass auch kleinere Betreiber von erneuerbaren Energien überschüssigen Strom in das Netz einspeisen und somit ihre Nachbarn versorgen können.

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