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Tokenisierung Grammy-Gewinner DJ RAC bringt Tape als Token auf Ethereum-Plattform

Die Tokenisierung macht auch vor der Kulturwelt nicht halt. Nachdem es bereits mehrere Projekte gibt, die Kunstwerke in Token-Form überführen, springt die Musikindustrie ebenfalls langsam auf den Blockchain-Zug mit auf.

Anton Livshits
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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kassetten liegen nebeneinander

Quelle: Shutterstock

Der Grammy-prämierte DJ und Remix-Künstler André Allen Anjos hat eine Zusammenarbeit mit dem Online-Marktplatz Zora gestartet. Der unter dem Pseudonym RAC bekannte Musiker veröffentlichte eine Kassettenversion seines neusten Albums auf der Ethereum-basierten Plattform.  Das stark limitierte Tape können Fans dort in Form eines Token erwerben.

Ziel der neu gegründeten Zora-Plattform ist laut dem Krypto-Portal The Block die Veröffentlichung von limitierten Kunstobjekten und vergleichbaren Gegenständen. Ihre Überführung in Token-Form soll den Schöpfern dabei eine höhere Gewinnbeteiligung zusichern.

Musik-Token mit eingebauter Wertsteigerung

Im klassischen Musikgeschäft profitieren die Künstler nur vom ursprünglichen Verkaufswert ihrer Tonträger. Dabei kommt es immer wieder vor, dass Alben und Musikstücke nach der Veröffentlichung massiv an Wert gewinnen. Insbesondere Vinylplatten werden auf dem Sekundärmarkt nicht selten für ein Vielfaches ihres ursprünglichen Kaufpreises gehandelt. Das Tokenisierungs-Modell von Zora soll es dem Künstler ermöglichen, ebenfalls von dieser Wertsteigerung zu profitieren.

Die Tapes von Anjos neuestem Album BOY sind auf Zora beispielsweise durch den $TAPE Token abgebildet. Insgesamt 100 Stück können über die Plattform erworben werden. Der Preis des Token steigt dabei mit jeder erworbenen Einheit. Während der erste $TAPE Token somit lediglich 28 US-Dollar kostete, liegt der Preis zum Redaktionsschluss bereits bei 857,29 US-Dollar pro Einheit. Zora selbst verlangt dabei einen Prozent des Kaufpreises als Trading-Gebühr. Die Plattform behält zudem bis zu 10 Prozent der Einnahmen.

Gegenüber The Block gab Anjos indessen an, sich schon seit längerem für die Krypto-Welt zu interessieren. Bereits im Jahr 2017 ging er so eine Partnerschaft mit der ConsenSys-Tochter Ujo Music ein, um sein Album EGO auf der Ethereum Blockchain zu veröffentlichen. An Zora schätzt er, dass die Käufer kein tiefgehendes Verständnis von Kryptowährungen benötigen. Anjos gab schließlich an, dass sich die Unterhaltungsindustrie in einem frühen „Transitstadium“ hin zur Krypto-Technik befände.

Blockchain-Kunst auf dem Vormarsch

Während die Musikindustrie derart noch vereinzelte Gehversuche mit Blockchain und Token unternimmt, finden sich in der Kunstwelt bereits zahlreiche Projekte. Die Abbildung von Kunstwerken in Token-Form leuchtet indes besonders ein. Schließlich können Investoren dadurch auch nur Teile eines Bildes erwerben. Bei Kunstwerken und vergleichbaren Assets, die oftmals mehrere Millionen US-Dollar wert sind, ermöglicht die Tokenisierung somit einer breiteren Gruppe die Teilnahme am Marktgeschehen.

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