US-Arbeitsmarkt im Fokus 

Gold mit stärkster Woche seit Januar – Bitcoin wartet auf den US-Arbeitsmarkt

Neue Spannungen im Nahen Osten lassen Gold und Öl steigen. Bitcoin ist dagegen weiter in Wartestellung vor den Arbeitsmarktdaten der USA.

Jan-Malte Minnerup
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Ein Bildschirm über dem Eingang zur Technologiebörse Nasdaq zeigt Elon Musk und SpaceX-Mitarbeiter beim Börsengang.
| Der Bitcoin-Kurs bewegt sich vor den neuen US-Arbeitsmarktdaten kaum. Am Nachmittag könnte neue Volatilität in den Markt kommen.

Die Finanzmärkte warten auf die Arbeitsdaten der USA und zeigen sich im Vorfeld wenig bewegt. Der Krypto-Markt tritt weiter auf der Stelle und Bitcoin notiert mit rund 64.300 US-Dollar nahezu unverändert. Gold steuert hingegen auf die stärkste Woche seit Januar zu und auch der Ölpreis zieht infolge erneuerter Spannungen wieder an. Für Bitcoin dürfte die entscheidende Richtungsentscheidung allerdings erst am Nachmittag fallen.

Bitcoin wartet auf den US-Arbeitsmarkt

Um 14.30 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht das US-Arbeitsministerium seinen Arbeitsmarktbericht für Juli. Die Ökonomen rechnen mehrheitlich mit einem Anstieg auf 80.000 neue Stellen gegenüber 57.000 im Vormonat. Die Arbeitslosenquote soll unverändert bei 4,2 Prozent liegen.

Für Bitcoin sind diese Zahlen derzeit besonders relevant. Die Fed hatte den Leitzins zuletzt nicht verändert. Drei der zwölf Mitglieder sprachen sich allerdings bereits für eine Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte aus. Ein überraschend starker Arbeitsmarkt könnte die Aussicht auf eine Zinserhöhung im September deshalb weiter erhöhen.

Gold und Öl ziehen davon

Anders als bei Bitcoin und den traditionellen Finanzmärkten könnte Gold am Morgen weiter steigen und steht auf Wochenbasis inzwischen bereits mehr als fünf Prozent im Plus. Damit steuert das Edelmetall auf seine stärkste Handelswoche seit Januar zu.

Gleichzeitig zieht auch der Ölpreis wieder an. Brent verteuert sich am Morgen um rund ein Prozent auf mehr als 83 US-Dollar, nachdem der Preis bereits am Donnerstag um mehr als drei US-Dollar gestiegen war. Hintergrund sind neue Zweifel an einer Normalisierung des Verkehrs durch die Straße von Hormus. Der Iran erwägt Schiffe der USA, aus Israel und anderen Ländern als feindlich einzustufen und mit hohen Strafzahlungen zu belegen.

Wie angespannt die Situation ist, zeigt der Schiffsverkehr. Von Montag bis Donnerstag passierten lediglich 33 Schiffe statt der üblichen 130 bis 140 Schiffe die Meerenge. Am Donnerstag waren es sogar nur vier. Ein erneuter Ölpreisanstieg könnte den Inflationsdruck weiter erhöhen und für zusätzliche Belastung an den Finanzmärkten sorgen.

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