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ETH-Adressen auf Rekordhoch Ethereum startet Merge-Generalprobe

Schaulauf für den Merge: Ethereum steuert die letzte Generalprobe für den Konsenswechsel an – Die Uhr für Proof of Stake tickt.

Moritz Draht
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Ethereum Münze

Beitragsbild: Shutterstock

| Der "Merge" steht kurz bevor: Damit soll die Konsensumstellung von Proof of Work auf Proof of Stake erfolgen.

Nach jahrelangen Vorbereitungen, etlichen Testnets und einigen Verzögerungen rückt das bedeutendste Netzwerkupgrade für Ethereum näher: der Merge – die Umstellung des Konsensverfahrens von Proof of Work auf Proof of Stake. Die Ethereum Foundation gab jetzt Details zur letzten Generalprobe bekannt, während die ersten Miner das Handtuch werfen.

Letzter Merge-Testlauf

Mit der Fusion der beiden Testnets “Görli” und “Prater” bringt Ethereum den letzten Härtetest für den Merge über die Bühne. Beginnen soll die Verschmelzung am 4. August, mit dem Bellatrix-Upgrade, das das Prater-Netzwerk für den Merge vorbereitet. Zwischen dem 6. und 12. August werde die Fusion der beiden Testnets voraussichtlich abgeschlossen sein, so die Ethereum Foundation in einem Blog-Beitrag.

Zuvor wurde bereits das Testnet “Sepolia” auf Proof of Stake umgestellt. Die Fusion von Görli und Prater ist die letzte Bewährungsprobe. “Nach jahrelanger Arbeit” befinde sich der Ethereum Merge somit “in der letzten Testphase”, erklärt die Ethereum Foundation. Ein Datum für den eigentlichen Merge steht zwar noch nicht offiziell fest. Laufen die Vorbereitungen aber nach Plan, könnte es im September so weit sein.

Ethereum-Adressen steigen – Hashrate fällt

Während der Feinschliff am Merge Form annimmt, steigt auch die Nachfrage nach Ether. Rund 1,5 Millionen Adressen halten zurzeit mindestens einen Ether: neuer Rekordwert. Gleichzeitig sind die Ether-Bestände an Börsen auf aktuell 20 Millionen ETH geschrumpft.

Ether-Adressen und Börsenbestände | Quelle: Glassnode

Die ersten Miner ziehen derweil bereits den Stecker. Die eingespeiste Rechenleistung – Hashrate – ist seit dem Mitte Mai erreichten Rekordhoch um 16 Prozent gefallen. Welche Folgen der Merge für Miner und den Handel mit Grafikarten haben könnte, erfahrt ihr hier.

Ethereum Hashrate | Quelle: Glassnode

Nach dem Merge

Der Konsenswechsel markiert einen bedeutenden Netzwerkeingriff, der für Ethereum eine neue Ära einläuten soll. Außer der Möglichkeit des Stakings ändert sich für Nutzer zunächst zwar wenig. Der Merge ebnet aber den Weg für eine Reihe weiterer Verbesserungen, die die Vision vom “Weltcomputer” konkreter werden lassen sollen.

Das erste Post-Merge-Upgrade konzentriert sich auf Staking-Auszahlungen. In weiteren Schritten wird der Schwerpunkt vor allem auf der Integration von Layer-2-Netzwerken liegen, die Ethereum deutlich hochskalieren sollen. Mehr Anwendungen und Transaktionen bei gleichzeitiger Gebührensenkung, eine deutlich verbesserte Energieeffizienz sowie höhere Entwickler- und Nutzerfreundlichkeit: Läuft alles reibungslos, dürfte Ethereum seine Stellung als größte Smart-Contract-Plattform mit dem Merge zementieren.

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