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Roadmap für 2023 Diese Ethereum Upgrades kommen bald

DeFi-Hype, EIP-1559, NFT-Mania, Krypto-Crash und der Merge: Die letzten Jahre waren für Ethereum voller Ereignisse – diese Veränderungen erwarten uns 2023.

Leon Waidmann
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Beitragsbild: Shutterstock

| Die Ethereum-Roadmap ist für 2023 gut gefüllt

Im Jahr 2022 lag der Hauptfokus der Ethereum (ETH) Community auf dem Merge. Das ganze Jahr über hinweg fieberten zahlreiche Anleger diesem historischen Upgrade entgegen. Dass es infolge des Merge zu keiner ETH-Rallye gekommen ist, mag einige Investoren enttäuscht haben. Doch der Merge war auch nur der Anfang einer Reihe von weiteren Upgrades, die das Ethereum-Netzwerk weiter skalieren und verbessern sollen. Um es genau zu sagen: Laut ETH-Mastermind Vitalik Buterin markierte der Merge erst etwas mehr als die Hälfte der gesamten Ethereum Roadmap.

Diese Upgrades erwarten Ethereum 2023

Es gibt noch einige Dinge, die verbessert werden müssen, um das ETH-Netzwerk massentauglich zu machen. Beispielsweise muss das Netzwerk weiter skalieren, technische Bugs müssen beseitigt werden und auch für die dauerhafte Gewährleistung der Dezentralität der Blockchain hat die Ethereum-Entwickler-Community noch alle Hände voll zu tun. Bei den letzten beiden Ethereum-Entwicklerkonferenzen gab es mehr Klarheit zur ETH Roadmap 2023. Den Entwicklern zufolge soll es im Jahr 2023 vorrangig darum gehen, Ethereum-Staking-Abhebungen zu ermöglichen und Layer-2-Netzwerke weiter zu skalieren.

ETH-Staking-Abhebungen

In der jüngsten Konferenz einigten sich die Entwickler darauf, für Staker noch im ersten Quartal 2023 die Möglichkeit zu schaffen, die gestakten Ether auszahlen zu können. Ein Upgrade, das dies ermöglicht, soll laut den Entwicklern relativ unkompliziert zu implementieren sein und es Stakern endlich ermöglichen, nach mehr als zwei Jahren wieder auf ihre ETH und Staking-Belohnungen zugreifen zu können.

Das vorläufige Datum des Upgrades wurde auf März 2023 festgelegt. Da bereits mehrere Testphasen des Upgrades durchgeführt wurden und im Januar und Februar weitere geplant sind, sind die Entwickler ziemlich zuversichtlich, dass sie ihre selbst gesetzte Deadline einhalten können.

Einige fürchten, dass durch das Upgrade plötzliche viele ETH verkauft werden könnten. Diese Sorge ist jedoch den Entwicklern zufolge unbegründet. Es wird zwar vermutlich ein gewisser Verkaufsdruck durch das Upgrade entstehen, aber es ist unwahrscheinlich, dass es einen stärkeren Abverkauf gibt. Warum das so ist, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Layer-2-Skalierung mit dem EIP-4844

Als Nächstes auf der Roadmap steht EIP-4844 an, auch bekannt als Proto-Danksharding. EIP-4844 reduziert die Transaktionskosten für Layer-2-Rollup-Technologien. Es führt eine neue Art von Transaktionstyp (“Datenblöcke”) ein, die speziell für die Übertragung von Layer-2-Daten auf die Ethereum Mainchain vorgesehen sind. Infolgedessen müssen jegliche Transaktionen auf Layer-2-Netzwerken wie beispielsweise Arbitrum oder Optimism nicht mehr mit bestehenden ETH-Transaktionen konkurrieren.

Den Entwicklern nach könnten dadurch die Transaktionskosten auf Layer-2-Netzwerken bis zu 100 Mal günstiger werden. Das EIP-4844 soll in ein Upgrade eingebettet werden, das für Mai oder Juni 2023 geplant ist und “Cancun” genannt wird.

Upgrades an der Ethereum Virtual Machine

Ein weiteres Upgrade, das schon etwas früher kommen soll als EIP-4844, soll die Ethereum Virtual Machine (EVM) verbessern. Die Ethereum Virtual Machine (EVM) ist eine Art Computer, der innerhalb der ETH-Blockchain läuft. Sie wird verwendet, um Smart Contracts auszuführen, die auf der Ethereum Blockchain gespeichert sind.

In den vergangenen sieben Jahren wurden nur minimale Änderungen an der Ethereum Virtual Machine vorgenommen. Erstmals sollen nun aber in diesem Jahr fünf wichtige Verbesserungen durchgeführt werden. Die Updates sollen unter anderem die Gas-Gebühren für Entwickler von dezentralen Anwendungen senken, die Implementierung von Smart Contracts im Ethereum-Ökosystem vereinfachen und den Code der EVM für die Zukunft vorbereiten. Letzteres ist laut den Entwicklern die wichtigste Veränderung, da sie zukünftige Upgrades an der EVM erheblich erleichtert. Dies soll dafür sorgen, dass die EVM weiterhin die beste Virtual Machine für die Ausführung von Smart Contracts bleibt.

Ziel der Entwickler ist es, die Verbesserungen an der EVM bis Ende März vorzunehmen. Es ist jedoch noch nicht klar, ob alle EVM-Aktualisierungen im Upgrade enthalten sein werden.

Wie geht es weiter?

Die vollständige Umsetzung der gesamten Ethereum Roadmap wird noch viele Jahre beanspruchen. Welche weiteren Ethereum Upgrades nach den obigen implementiert werden sollen, steht im Moment noch nicht fest. Vitalik Buterin gab jedoch kürzlich die langfristigen Entwicklungsziele der Blockchain bekannt.

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