Marktupdate ETH-Verknappung: 10 Ethereum-Wale besitzen jetzt 20 Prozent aller Ether
Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Ethereum-Münze

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Großinvestoren nutzen die Ethereum-Kursflaute für Nachkäufe im großen Stil. Die zehn größten Adressen halten jetzt 20 Prozent der gesamten Angebotsmenge.

Der Krypto-Markt schleppt sich mühsam weiter durch das Sommerloch. Die Gesamtmarktkapitalisierung holt im Tagesvergleich zwar 2,6 Prozent auf, tritt sich aber ohne größere Ausreißer seit Wochen zwischen 1,3 und 1,5 Billionen US-Dollar fest. Der Bitcoin-Kurs bewegt sich ebenso im Seitwärtstrend, verbucht aber in den letzten 24 Stunden immerhin ein kleines Plus von rund zwei Prozent. Die zweitgrößte Kryptowährung legt zwar vier Prozent zu, liegt mit 1.960 US-Dollar aber weiterhin knapp unter der wichtigen 2.000er Marke. Im Wochenvergleich hat Ethereum zudem einen deutlichen Abstand von 15 Prozent aufzuholen. Doch die Kursflaute weckt Begehrlichkeiten unter Großinvestoren.


Ethereum-Wale im Kaufrausch

Die derzeitige Kursschwäche von Ethereum nutzen vor allem Wale, um ihre Wallet-Bestände aufzufüllen. Wie Daten von Santiment zeigen, bündeln die zehn reichsten Ethereum-Adressen inzwischen knapp über 20 Prozent der gesamten Angebotsmenge. Noch vor einem Jahr lag der Anteil bei 15 Prozent. Bereits Anfang April wurde die Rekordmarke kurzzeitig geknackt. Damals bewiesen die Wale jedoch ein glückliches Trading-Händchen. Noch bevor der Krypto-Markt im Mai in die Knie ging, veräußerten sie Teilgewinne. Kurz nach der Abverkaufswelle, als Ethereum erstmals wieder unter 2.000 US-Dollar rutschte, stiegen die Einkäufe ruckartig an.

Ether-Adressen steigen

Während die superreichen Ether-Wale ihre Reserven aufstocken, nehmen auch die kleinen Ether-Adressen deutlich zu. Mitte Mai erreichte die Anzahl der Adressen, die 0,1 oder mehr Ether verwahren, erstmals die magische Zahl von fünf Millionen. Allein seit Jahresbeginn ist die Gesamtzahl somit um 44 Prozent gestiegen. Aktuell zählt Glassnode 5,24 Millionen Adressen.


Quelle: Glassnode

Angebotsverknappung

Der Hodl-Trend drosselt die Ethereum-Bestände an den Börsen sichtlich. Seit Anfang des Jahres sind die von den Exchanges gehaltenen Ether-Reserven um 30 Prozent auf ein Zweijahrestief von rund 11,6 Millionen Ether gefallen.

Quelle: Glassnode

Im gleichen Zeitraum haben sich die durch Staking aus dem Handel gezogenen Ether auf über sechs Millionen verdreifacht. Der Anteil gestakter Ether an der gesamten Angebotsmenge liegt nun bei über fünf Prozent, wie die Grafik von CryptoQuant zeigt. Bei steigender Nachfrage dürfte sich die anhaltende Angebotsverknappung als Katalysator für einen Wachstumsschub erweisen.

Quelle: CryptoQuant

Hash Rate erholt sich

Auch die Hash Rate im Ethereum-Netzwerk zeigt sich auf dem Weg der Genesung. Im Zuge der Mining-Verbote ist die Rechenleistung vom Rekordhoch bei 643 TH/s am 20. Mai in nur knapp einem Monat um 25 Prozent auf 477 TH/s eingebrochen. Seit drei Wochen steigt die Hash Rate wieder kontinuierlich an und bewegt sich aktuell auf 507 TH/s.



Quelle: Etherscan

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