Wer heute Stablecoins auf Ethereum verschicken möchte, braucht dafür trotzdem ETH in seiner Wallet, weil die Netzwerkgebühren ausschließlich in Ether bezahlt werden. Diese Hürde wollen die Ethereum-Entwickler mit EIP-8141 beseitigen, der unter dem Namen Frame Transactions für das Hegotá-Upgrade im Jahr 2027 vorgesehen ist. Nutzer könnten damit Transaktionen durchführen, ohne zuvor selbst ETH kaufen oder halten zu müssen.
Ether bleibt dabei weiterhin die eigentliche Gaswährung des Netzwerks. Neu wäre lediglich, dass die Zahlung im Hintergrund von einer Wallet oder Zahlungsanwendung abgewickelt werden kann, während der Nutzer den entsprechenden Betrag etwa in Stablecoins begleicht.
Ethereum will die Nutzung deutlich vereinfachen
Frame Transactions teilen eine Transaktion in mehrere einzelne Schritte auf, wodurch unter anderem festgelegt werden kann, welches Konto für die Gebühren aufkommt. Dadurch lassen sich Zahlung und Ausführung voneinander trennen, was den bisherigen Ablauf deutlich flexibler machen soll.
Wichtig ist das insbesondere für Stablecoins, die seit Jahren einen großen Teil der Aktivität auf Ethereum ausmachen. Bislang konnten entsprechende Bestände trotz ausreichenden Guthabens blockiert sein, sobald in der Wallet kein Ether für die Netzwerkgebühr vorhanden war. Dieses Problem soll Frames künftig beseitigen und damit die Nutzung solcher Token vereinfachen.
Für ETH selbst bedeutet die Änderung keinen Wegfall seiner Funktion im Gebührenmodell. Das Netzwerk rechnet die Gebühren weiterhin in Ether ab, aber der technische Ablauf für Nutzer soll komfortabler werden. Gelingt die Umsetzung, könnte Ethereum eine der bislang unnötigsten Hürden im täglichen Umgang mit Wallets abbauen.

