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Alles im Blick Die spannendsten Krypto-News der Woche

Bundesbank lehnt Bitcoin-Reserven ab; der Chainalysis “Crypto-Crime”-Report; zeitnahe Skalierungslösung bei Ethereum in Sicht; SEC schmettert Ripple-Argumentation ab und Jack Dorsey lanciert ersten Tweet als NFT.

Daniel Hoppmann
 |  Lesezeit: 4 Minuten
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Kaffe-Tasse mit Gebäck und einem Bitcoin auf der Untertasse steht auf einer Unterlage, die aus Kurs-Diagrammen besteht.

Quelle: Shutterstock

Eine weitere aufregende Woche im Krypto-Space neigt sich dem Ende. Die wichtigsten Ereignisse rund um Bitcoin und Co. kompakt im Überblick.

Bundesbank lehnt Bitcoin-Reserven ab

Die deutsche Bundesbank lehnt Bitcoin-Reserven klar ab. Das wird aus einem Interview mit Vorstandsmitglied Burkhardt Balz deutlich. Der Notenbänker äußerte sich äußerst kritisch gegenüber dem Krypto-Primus. So erfülle Bitcoin die Geldfunktion überhaupt nicht. Auch der Vergleich mit Gold sei falsch, da das Edelmetall einen inneren Wert besitze, der sich über Jahrhunderte erhalten habe. Gold biete zu jeder Zeit Sicherheit und Liquidität, Bitcoin könne da nicht mithalten. Aus diesen Gründen halte es Balz für äußerst unwahrscheinlich, dass die Bundesbank jemals Bitcoin-Reserven aufbauen werde. Für ihn sei klar, dass ein stabiler Geldwert essenziell für eine Volkswirtschaft sei. Bitcoin könne das mit seiner hohen Volatilität nicht zuverlässig gewährleisten.

Das ändere sich auch nicht durch den Umstand, dass BTC auf einen kontinuierlichen Wertzuwachs zurückblicken könne. Es bleibe ein Spekulationsobjekt, bei dem bis hin zum Totalverlust alles möglich sei. Darüber hinaus ließ Balz auch einen Entscheidungszeitraum in Bezug auf den E-Euro seitens der EZB durchblicken. So könne man mit einem Beschluss ab dem Frühsommer rechnen.

Laut Chainalysis-Bericht: “Illegale Krypto-Transaktionen sind 2020 gesunken”

Der neue Crypto-Crime-Bericht für das Jahr 2020 des Analyse-Unternehmens Chainalysis belegt, dass der Anteil krimineller Krypto-Transaktionen rückläufig war. So entsprach das Transfervolumen in etwa 10 Milliarden US-Dollar, was insgesamt etwa 0,34 Prozent aller Krypto-Überweisungen darstellte. Im Vergleich zu 2019 (21,4 Milliarden US-Dollar, 2,1 Prozent) war das ein Rückgang um 1,76 Prozent. Der Wert werde sich aller Wahrscheinlichkeit nach aber noch erhöhen, das habe die Vergangenheit gezeigt. Laut des Berichts hätten sich die Anteile der verschiedenen illegalen Krypto-Aktivitäten im Vergleich zu 2019 kaum verändert. So machten Betrug und Aktivitäten auf Darknet-Märkten nach wie vor den Großteil der illegalen Transfers aus.

Die größte Überraschung des Jahres ergebe sich aus dem dritten Platz: “Ransomware”, die mit einem Anteil von 350 Millionen US-Dollar um 311 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewachsen ist. Auch bei Terrorismusfinanzierung habe es einen neuen Höchstwert gegeben. Zum ersten Mal wurden in den Bericht auch Zuwendungen für heimische Extremisten, wie im Zuge der Erstürmung des Kapitols, untersucht.

Vitalik Buterin rechnet mit zeitnaher Skalierungslösung für Ethereum

In einem Podcast rechnete Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin mit einer zeitnahen Skalierungslösung für die Kryptowährung, die bis zur Umstellung auf das Proof-of-Stake-Verfahren zumindest etwas die hohen Transaktionsgebühren eindämmen soll. Die Hoffnungen ruhen dabei auf “Optimism”, eine mit der Ethereum Virtual Machine voll kompatible Layer-2-Lösung des gleichnamigen Krypto-Startups. Im Fokus der Entwickler stehen sogenannte ZK Rollups, also “Zero-Knowledge-Verfahren”, die mehrere Transaktionen auf einer Sidechain transferieren, bevor sie auf dem Mainnet in einer Abwicklung gebündelt werden. Damit ließe sich laut Buterin die Leistungsfähigkeit der Ethereum-Blockchain bereits um das Hundertfache steigern. Demnach könne die Layer-2-Lösung den Transaktionsdurchsatz “auf 1.000 bis 4.000 Transaktionen pro Sekunde” ansteigen lassen, “je nachdem, wie komplex diese Transaktionen sind”. Buterin zufolge müssten sich Anleger auch gar nicht mehr allzu lange auf die Zwischenlösung gedulden. Demnach sei “in etwa einem Monat” mit einer funktionalen Krypto-Lösung zu rechnen, die das Skalierungsproblem zumindest mittelfristig vergessen mache.

Krypto-Rechtsstreit: SEC schmettert Ripple-Argumentation ab

Der Rechtsstreit zwischen Ripple und der Securities and Exchange Commission (SEC) geht in die nächste Runde. Kurz nachdem Ripple-CEO Brad Garlinghouse über seine Anwälte eine Abweisung der SEC-Klage beantragt hat, wird die US-Börsenaufsicht nun ihrerseits aktiv. In einem juristischen Schreiben an Richterin Analisa Torres vom US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York bezeichnet die Behörde Ripples Verteidigungsstrategie als “rechtlich unzulässig”. Die SEC beantragte beim Gericht, die “Fair Notice”-Verteidigung des Krypto-Startups zu streichen und die anstehenden Anträge der Führungskräfte auf Abweisung der Klage abzulehnen. SEC-Anwalt Jorge Tenreiro argumentiert, dass das Blockchain-Unternehmen versuche, die Verantwortung für sein unregistriertes XRP-Angebot auf die Behörde abzuwälzen. Zuvor verteidigte sich Ripple, die SEC hätte es versäumt, ordnungsgemäß darauf hinzuweisen, dass die XRP-Verkäufe illegal sein könnten. Das weist die Finanzbehörde nun entschieden zurück, Unwissenheit schütze nicht vor Strafe, heißt es in dem Schreiben an das Gericht.

Twitter-Boss Jack Dorsey lanciert NFT mit erstem Tweet

Dem Hype um Non-Fungible-Token ist nun auch Twitter-Chef Jack Dorsey erlegen. Der Entrepreneur versteigert nun den ersten Tweet der Geschichte als NFT. Dorsey gilt dabei schon länger als Freund des Krypto-Space. Mit dem Finanzdienstleister “Square” investierte der 44-jährige bereits Millionen in Bitcoin. Nun teilte der Twitter-Boss vor Kurzem einen Link zu einer Plattform namens “Valuables”. Dort steht seither sein Tweet von 2006 mit dem Inhalt “just setting up my twttr” zum Bieten bereit. Das höchste Angebot stammte bei Redaktionsschluss von Sina Estavi, dem CEO von Bridge Oracle, und steht bei 2,5 Millionen US-Dollar.

Darüber hinaus ist nun auch bekannt, was mit dem Erlös geschehen soll. Den möchte Dorsey zunächst in Bitcoin konvertieren und dann an “GiveDirectly” spenden. Dabei handelt es sich um eine US-amerikanische Wohltätigkeitsorganisation, die elektronische Bezahlsysteme nutzt, um Armut durch direkte Geldtransferleistungen an bedürftige Menschen zu bekämpfen. Der Ertrag aus der Versteigerung soll dann in Corona-Projekte in Afrika fließen.

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