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Single Point of Failure Die 5 größten Angriffe auf Bitcoin-Börsen

Das dezentrale Bitcoin-Netzwerk verfügt über keinen Single Point of Failure, was man von den zentralisierten Bitcoin-Börsen nicht gerade behaupten kann. Ein Überblick über die fünf verheerendsten Börsen-Hacks in der Bitcoin-Geschichte.

Redaktion
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Eine in der Mitte gespaltene Bitcoin-Münze

Quelle: Shutterstock

1.Coincheck? Coins weg!

Die japanische Exchange Coincheck erlitt Anfang 2018 einen folgenschweren Angriff. Hackern ist es gelungen, über 500 Millionen Einheiten der Kryptowährung NEM aus den Wallets der Börse abzuziehen. Der Schaden belief sich auf über 450 Millionen Euro; betroffen waren 216.000 Kunden. Die Exchange bewahrte die Kundengelder in Hot Wallets auf, anstatt sie offline zu verwahren. Das Unternehmen hat den Schaden aus eigenen Mitteln beglichen. 

2.Mt.Gox: Der größte Bitcoin-Diebstahl aller Zeiten

Der Hack von Mt.Gox war lange der Inbegriff eines desaströsen Bitcoin-Börsen-Hacks. Im Jahr 2014 wurde die Exchange – die zu diesem Zeitpunkt für über 70 Prozent der BTC-Transaktionen verantwortlich war – um horrende 850.000 Bitcoin erleichtert. Damaliger Gegenwert: knapp 400 Millionen Euro. Mt.Gox war ursprünglich eine Tauschplattform für Magic-the-Gathering-Karten und wurde von Jed McCaleb gegründet, der seinen Platz jedoch für Mark Karpelès geräumt und später bei Ripple und schließlich bei Stellar Schlüsselpositionen eingenommen hat. Mt.Gox meldete nach dem Vorfall Insolvenz an. 

3.Bitfinex Hack: 120.000 Bitcoin vermisst

Auch Bitfinex hat in Sachen Hacks keine weiße Weste mehr. Bei einem folgenschweren Angriff auf die Handelsplattform erbeuteten Hacker im Jahr 2016 satte 120.000 BTC. Bis heute versucht Bitfinex, wieder in den Besitz der Coins zu gelangen. Im August schrieb die Bitcoin-Exchange eine Belohnung von bis zu 400 Millionen US-Dollar aus, wenn sie alle Bitcoins zurück erhalten sollte. Das Angebot richtet sich auch an die Täter: Die Exchange verspricht die Wahrung von deren Anonymität, sollten sich diese zu einer Rückgabe der 120.000 BTC entscheiden. Die Hacker haben bislang allerdings wenig Interesse an den Avancen der Bitcoin-Börse gezeigt. 

4.Bitgrail: Kleinvieh (NANO) macht auch Mist

Nicht Bitcoin, sondern NANO erbeuteten die Drahtzieher hinter dem Angriff auf die italienische Krypto-Börse Bitgrail. Im Februar 2018 konnten die Täter NANO im Gegenwert von insgesamt 160 Millionen Euro aus den Wallets der Exchange abziehen. Die Betreiber der Börse schoben die Schuld auf die Entwickler von Nano, ein Bug hätte zum Ausfall ihrer Nano Full Node geführt und den Angriff letztlich ermöglicht. Vonseiten Nanos wurde der Vorwurf zurückgewiesen. Das zuständige Florenzer Gericht ordnete im Mai 2018 die endgültige Schließung der Börse an. 

5. QuadrigaCX Inside Job kostet Kunden 144 Millionen US-Dollar

Dass zentralisierte Bitcoin-Börsen einen Single Point of Failure bieten, gilt nicht nur für Angriffe von außen. Gerry Cotten, der mittlerweile verstorbene CEO der kanadischen Bitcoin-Börse QuadrigaCX, hatte offenbar jahrelang mit Kundengeldern Schindluder getrieben. So soll Cotten unter anderem mit Fake Accounts und gefälschten Kontoständen mit seinen Kunden gehandelt haben. Dabei kamen auch „gefälschte“ Bitcoin zum Einsatz, BTC also, die nur in den Excel-Tabellen der nun stillgelegten Börse existierten. Auf diese Weise veruntreute Cotten 22.488 Bitcoin, 429.966 Ether sowie Bitcoin Cash, BSV, Bitcoin Gold und Litecoin mit einem damaligen Gegenwert von mindestens 144 Millionen US-Dollar. 

Dieser Artikel erschien zuerst in der Ausgabe 10/2020 des Kryptokompass, dem ersten Börsenbrief für digitale Assets.

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