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Finanzmarkt im Überblick  Das wird für Bitcoin und seine Kurs-Prognosen in dieser Woche wichtig

Anleger im Krypto-Space sollten in der aktuellen Handelswoche folgende Wirtschafts- und Finanzdaten für zukünftige Kurs-Prognosen Blick haben.

Stefan Lübeck
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Stock Exchange Gebäude

Beitragsbild: Shutterstock

| Deutsche Erzeugerpreise und das Sitzungsprotokoll der EZB stehen diese Woche im Fokus.

Trotz uneinheitlicher Wirtschaftsdaten aus China, der Europäischen Union und den USA in der Vorwoche, sowie einer anhaltenden Unsicherheit nach der Insolvenz der Kryptobörse FTX, konnte sich insbesondere die Krypto-Leitwährung Bitcoin (BTC) verhältnismäßig gut behaupten. Insgesamt zeigt sich in den Wirtschaftszahlen unverändert die Tendenz relativer Stärke der US-Wirtschaft, wohingegen der Rest der Welt weiter schwächelt und mit den Auswirkungen einer anhaltend hohen Inflation auf die Unternehmen wie auch Privathaushalte zu kämpfen haben. Während die Steigerungen der Verbraucher- und Erzeugerpreise in den USA zuletzt zumindest vorübergehend weniger stark anstiegen als von Marktexperten erwartet, hat speziell Europa unverändert an hohen, weiter zunehmenden Teuerungsraten oberhalb der Analystenprognosen und schlechter werdenden Konjunkturerwartungen zu knabbern. In dieser Handelswoche erwartet die Marktteilnehmer wegen des eines gesetzlichen Feiertags, dem Erntedankfest, ein komprimiertes Bündel wichtiger Kennzahlen, die einen relevanten Einfluss auf sämtliche Sektoren an den Finanzmärkten weltweit haben dürften. Der Interpretation der neuen volkswirtschaftlichen Daten, speziell zur Wochenmitte am Mittwoch, fällt somit eine zentrale Rolle für die Richtung des Aktien- und Kryptomarktes zu. Zudem dürften Neuigkeiten zum Zustand der Unternehmensgruppe Digital Currency Group (DCG), ihrerseits u.a. Konzernmutter des Grayscale Bitcoin Funds sowie der Kryptotrading- und Lendingplattform Genesis, zur Neubewertung des Kryptomarktes und somit auch zu angepassten Kurs-Prognosen für Bitcoin und Co. führen.

Deutsche Erzeugerpreise zum Wochenstart

Montag, 21. November 2022: Direkt um 08.00 Uhr (MEZ) schauen Marktteilnehmer auf die Entwicklung der Erzeugerpreise (EPI) in der größten und wichtigsten Volkswirtschaft der Eurozone. Die Experten prognostizieren einen Rückgang von 2,3 Prozent im September auf 0,9 Prozent im abgelaufenen Monat Oktober. Sollten die Preissteigerungen tatsächlich derart deutlich auf unter einen Prozentpunkt zurückfallen, wer dieses nach Monaten der deutlichen massiven Anstiege bei den Erzeugerpreisen ein Licht am Ende des Tunnels und wären ein erstes Indiz für eine vorübergehende Beruhigung für die deutschen Unternehmen. Eine derartige Entwicklung dürfte die Investoren darin bestärken, dass auch in Europa ein Zenit der Preisexplosionen erreicht sein könnte. In der Folge ist eine Erholung des Euros gegenüber dem US-Dollar einzuplanen, was sich indirekt auch tendenziell stützend auf den Kryptomarkt auswirken könnte.

Sollte der Erzeugerpreisindex für Deutschland hingegen oberhalb der reduzierten Analystenerwartungen von 0,9 Prozent liegen, ist eine erneute Stärkung des US-Dollars vorstellbar. Eine anhaltende Dollar-Stärke könnte wie schon in den Vormonaten in einem erhöhtem Abgabedruck am Aktien- und Kryptomarkt münden.

Einkaufsmanagerindizes in Europa und Auftragseingänge sowie Baugenehmigungen in den USA zur Wochenmitte

Mittwoch, 23. November 2022: Dieser Handelstag ist vollgestopft mit relevanten Marktdaten. Neben Vorabveröffentlichungen der Einkaufsmanagerindizes, für das verarbeitende Gewerbe sowie den Dienstleistungssektor in verschiedenen europäischen Ländern sowie den Gesamtindizes für die Eurozone in den Vormittagsstunden, schauen Anleger am Nachmittag vor allem auf verschiedenste Wirtschaftsdaten aus den USA. Neben der Anzahl der vergebenen Baugenehmigungen um 14:00 Uhr (MEZ) rückt insbesondere die Kernrate für Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter um 14:30 Uhr (MEZ) in den Fokus. Nach einer Verringerung um -0,5 Prozentpunkte im letzten zugrundeliegenden Zeitraum September rechnen die Marktexperten für den Oktober mit einer Erholung um +0,1 Prozent. Erneut könnten diese positiven Neuigkeiten im Markt jedoch zu Kurskonsolidierungen im Aktien- und Krypto-Sektor führen, da es der US-Notenbank Fed wieder mehr Luft für ihre Pläne weiterer Zinserhöhungen verschaffen würde. Der US-Dollar könnte sodann seine Korrektur der Vorwochen vorerst beendet haben, was den Druck auf spekulative Assets wie die Krypto-Leitwährung weiter erhöhen dürfte.

US-Konsumerwartungen und FOMC-Zinsprotokoll beschließen den ereignisreichen Handelstag

Um 16.00 Uhr (MEZ) werden sodann die neusten Befragungsergebnisse der Uni-Michigan zur Inflationserwartung der US-Verbraucher in den kommenden fünf Jahren vorgestellt. Gehen die Privathaushalte von einer anhaltend hohen Inflation bis zum Jahr 2027 aus, wäre dieses ein Indiz für eine mögliche Konsumzurückhaltung der US-Haushalte. Ob sich die Fed um ihren Chef Jerome Powell sodann unmittelbar zu neuen monetären Entlastungspaketen durchringen kann, darf in Anbetracht der hawkishen Haltung, bei der letzten Pressekonferenz am 3. November, bezweifelt werden. Weitere Indizien zur geldpolitischen Ausrichtung der US-Notenbank bei der bevorstehenden Zinsentscheidung der Fed, dürfte am Mittwochabend um 20:00 Uhr (MEZ) die Veröffentlichung des FOMC-Protokolls zur letzten Notenbanksitzung liefern. Investoren erhoffen aus dem Protokoll neue Informationen über die möglichen geldpolitischen Anpassungen von Fed-Chef Jerome Powell beim nächsten geplanten Leitzinsentscheid im Dezember ableiten zu können.       

Veröffentlichung des EZB-Sitzungsprotokolls liefert Einblicke zur Position der Europäischen Zentralbank

Donnerstag, 24. November: Um 13:30 Uhr (MEZ) präsentieren die obersten Währungshüter der Eurozone sodann die Mitschrift der letzten Zentralbanksitzung vom 27. Oktober. Ähnlich wie am Vortag werden Medienhäuser und Marktbeobachter versuchen, aus dem Sitzungsprotokoll des vorherigen EZB-Treffens, Ableitungen über die zukünftige Geldpolitik in Europa zu destillieren. Jegliche Hinweise auf eine anhaltende Ausweitung der geldpolitischen Gegenmaßnahmen mit dem Ziel der Inflationsbekämpfung im Euroraum könnten in erneuten Kurskorrekturen bei den Europäischen Aktienindizes resultieren. Finden sich hingegen Gründe für eine weniger harte Gangart von Frau Lagarde und den anderen Währungshütern, ist auch eine leichte Erholungsbewegung nicht ausgeschlossen. Anleger klammern sich momentan an jedes Indiz für eine weniger restriktive Geldpolitik der Notenbanken.

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