Nach Coinbase und Bithumb 

Cyberangriff auf Chainalysis: Kundendaten abgegriffen

Das Blockchain-Analyseunternehmen Chainalysis ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Unbekannte Angreifer verschafften sich Zugriff auf interne Systeme und Tools. Dabei wurden auch Kundendaten kompromittiert.

Moritz Draht
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Hände auf einem Laptop

Beitragsbild: Shutterstock

| Bei einem Cyberangriff auf Chainalysis wurden Kundendaten abgegriffen

Das Blockchain-Analyseunternehmen Chainalysis ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Dabei verschafften sich die Angreifer Zugriff auf interne Systeme und erbeuteten Kundendaten, darunter Namen, E-Mail-Adressen und Benutzer-IDs. Zum Einsatz kamen offenbar sogenannte “offensive agentic techniques” – also KI-gestützte Methoden zur Durchführung von Cyberangriffen.

Nach Unternehmensangaben waren unter anderem Nutzernamen, E-Mail-Adressen, Benutzer-IDs und Informationen zu Organisationsrollen betroffen. Hinweise darauf, dass die Angreifer auf sensible Ermittlungsdaten, Transaktionsergebnisse, Passwörter, MFA-Geheimnisse oder Sitzungstoken zugreifen konnten, gebe es bislang nicht.

Das Unternehmen empfiehlt Nutzern, besonders auf verdächtige E-Mails zu achten und die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren. Zugleich stellte Chainalysis klar, dass der Sicherheitsvorfall nicht mit dem jüngsten Krypto-Hack bei Binance zusammenhängt. Die Untersuchung dauert an.

Auch Coinbase und Bithumb von Datenlecks betroffen

Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Sicherheitsproblemen in der Krypto-Branche ein. Erst wenige Tage zuvor hatte Coinbase ein Datenleck bei einem externen Analysedienstleister gemeldet. Dabei gelangten Kontaktdaten eines kleinen Teils der Coinbase-Kunden in fremde Hände.

Und auch die südkoreanische Krypto-Börse Bithumb wurde kürzlich Opfer eines Cyberangriffs. Unbekannte verschafften sich dabei Zugriff auf ein internes Mitarbeitersystem und entwendeten persönliche Daten. Ob darunter auch Kundendaten sind, wird noch untersucht.

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