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Cryptojacking nimmt zu Wird auf deinem Computer heimlich Krypto gemint?

Der Laptop läuft heiß, die Batterie macht nach kurzer Zeit schlapp: Das können nicht nur die Anzeichen dafür sein, dass dein Gerät bald ausgedient hat, sondern auch, dass du vielleicht von Cryptojacking betroffen bist.

Marlen Kremer
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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digitale Axt

Beitragsbild: Shutterstock

| Beim Cryptojacking wird auf Computern anderer heimlich gemint.

Das sogenannte Cryptojacking greift trotz des strauchelnden Krypto-Marktes um sich. Zu diesem Entschluss kommt eine neue Untersuchung von dem US-amerikanischen Cypersecurity-Unternehmen SonicWall.

Das untergejubelte Minen auf Geräten von Unwissenden soll in der ersten Hälfte des Jahres 2022 auf 66,7 Millionen US-Dollar angestiegen sein – ganze 30 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Während in Q1 2022 Cryptojacking seinen Zenit erreichte, flachte das heimliche Minen ab April dieses Jahres wieder etwas ab. Ein bekanntes Muster, das SonicWall “Kryptojacking-Sommerloch” nennt.

Bereits in den Anfängen der Corona-Pandemie stellte man jedoch Cryptojacking im großen Stil fest – BTC-ECHO berichtete.

Das passiert bei Cryptojacking

Angreifer:innen sind im Normalfall nicht an euren Coins interessiert, falls ihr welche habt. Das Geschäftsmodell von Cryptojackern ist simpel: Anstatt viel Geld in teure Mining Hardware zu investieren, versucht man, über den Computer oder das Smartphone von anderen unerlaubt neue Coins zu minen. Demnach geht es Cryptojackern um die Rechenleistung, die ein Gerät zum Schürfen von digitalen Münzen beisteuern kann.

Das Problem: Oftmals realisieren Betroffene nicht einmal, dass ihr Gerät für das Minen von Kryptowährungen benutzt wird. "Es ist oft schwer zu erkennen, ob ein Gerät infiziert ist und Kryptowährungen schürft", sagt Luis Corrons, Sicherheitsbotschafter des Software-Unternehmens Avast, gegenüber BTC-ECHO.

Es gebe jedoch einige Indizien dafür, dass ein Computer oder Smartphone von Cryptojacking betroffen ist. Corrons: "Anzeichen dafür sind, dass die Leistung des Geräts nachlässt, sich das Gerät schnell erwärmt und die Akkuleistung schneller als gewöhnlich abnimmt."

Wie kann man sich schützen?

Teilweise reicht es schon, auf einer infizierten Website zu surfen, um ungewollt seine Ressourcen für das Krypto-Mining zur Verfügung zu stellen. Sobald man die entsprechende Website verlässt, wird in der Regel das ungewollte Mining dadurch gestoppt.

Der Sicherheitsexperte erklärt: "Benutzer*innen können überprüfen, ob ihr PC oder mobiles Gerät Kryptowährungen schürft, indem sie den Task-Manager oder die Aktivitätsanzeige des Geräts überprüfen, um festzustellen, welche Anwendung den größten Teil der Arbeitsleistung des Geräts beansprucht."

Dies ist jedoch nicht immer so einfach: Mit bestimmten Programmen, die in den Computer eingeschleust werden können, kann das ungewollte Krypto-Mining auch im Hintergrund laufen, ohne dass man eine infizierte Website besuchen muss. "Wir haben jedoch PC-Krypto-Mining-Malware beobachtet, die in der Lage ist, den Stromverbrauch für das Mining zu begrenzen und die das Mining stoppt, sobald der Benutzer den Task-Manager öffnet – beides sind Taktiken, um eine Entdeckung durch den Benutzer zu vermeiden", sagt Corrons gegenüber BTC-ECHO.

Und wie man sich am besten schützt: "Verwenden Sie eine Antivirenlösung!", empfiehlt Corrons. "Wir betrachten Websites, die nach Kryptowährungen schürfen, ohne den Benutzer um Erlaubnis zu fragen, als bösartig und blockieren daher Skripte, die versuchen, im Hintergrund zu schürfen. Wir blockieren auch bekannte, bösartige Mining-Programme."

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