Ruhe vor dem Sturm Coinbase: offizieller Blogpost macht endlich die IPO-Pläne publik
Christian Stede

von Christian Stede

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Smartphone mit Coinbase-Logo neben einem Stapel (Krypto-)Münzen

Quelle: Shutterstock

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Der Börsengang der Handelsplattform Coinbase rückt immer näher. Nun bewahrheiten sich die Gerüchte, wonach das Unternehmen ein Direct Listing vollzieht.

Der große Platzhirsch der Kryptobörsen, Coinbase, hat nun seine Pläne bezüglich seines IPOs offenbart. Wie einige Gerüchte, die bereits die Runde machten und über die auch BTC-ECHO bereits berichtete, steht nun fest: Coinbase wird den Weg an die Wall Street über ein Direct Listing gehen. In einem offiziellen Blog-Post von Coinbase ist von der direkten Notierung der Stammaktien Klasse A die Rede. Bereits Mitte Dezember war eine Registrierungserklärung bei der US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) eingegangen. Nachdem die Wertpapieraufsichtsbehörde ihre Überprüfung abgeschlossen hat, wird dieses Formular „S-1“ wirksam.


Diese Ankündigung stellt weder ein Angebot zum Verkauf noch die Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren dar. [Sie] wird in Übereinstimmung mit Regel 135 des Securities Act veröffentlicht

, so die Mitteilung.

Das Format des Direct Listings bietet keine neuen Aktien an. Stattdessen listet das Unternehmen bereits bestehende Aktien (Gründer-, Mitarbeiter- und Investorenaktien). Neues Kapital wird daher nicht aufgenommen und der Kurs bleibt meist stabil. Dieses Verfahren hat einen großen Vorteil für diejenigen, die bereits Aktionäre sind. Wird ihnen nämlich die Möglichkeit geboten, ohne Lockups zu verkaufen, könnten einige von ihnen quasi im Handumdrehen zu Multi-Millionären werden. Als Präzedenzfall könnte hier das Direct Listing des Softwareunternehmens Palantir gelten. 


Bewertung von Coinbase mit Spannung erwartet

Anders als bei einem IPO sind bei einer direkten Notierung auch nicht die Dienste eines Underwriters erforderlich, um den Verkauf zu erleichtern. Der maßgebliche Verkaufspreis der Coinbase-Aktien entsteht dagegen einfach durch ein Verhältnis von Angebot und Nachfrage, nicht durch ein formelles Bookbuilding, wie es bei einem traditionellen IPO der Fall wäre.

Man darf sehr gespannt sein, welchen Wert die Aktionäre dem Unternehmen geben werden. Die letzte Bewertung von Coinbase selbst aus dem Jahr 2018 hatte dem Unternehmen einen Gesamtwert von 8 Milliarden US-Dollar attestiert. Das Krypto-Analyse-Unternehmen Messari spricht in seiner aktuellen Analyse von einem Wert von 28 Milliarden USD, wenn der Börsengang vollzogen ist. Diese Bewertung kommt durch die Analyse der verschiedenen Geschäftsbereiche des Unternehmens, darunter Handel, Verwahrung und Debitkarten zustande.

Im Vorfeld des IPOs hatten von Coinbase veröffentlichte Geschäftszahlen die Aufmerksamkeit vieler erregt. Darin heißt es, dass auf der Plattform Stand heute mehr als 90 Milliarden US-Dollar in Vermögenswerten liegen. Die Plattform zählt derzeit über 43 Millionen registrierte Benutzer.  


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