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Insidertrading Bruder von Ex-Coinbase Manager bekennt sich schuldig

Im Prozess um Insidertrading bei Coinbase hat sich der Bruder eines Ex-Managers schuldig bekannt.

Daniel Hoppmann
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Richterhammer liegt auf einer US-Flagge.

Beitragsbild: Picture Alliance

| Strafverfolgungsbehörden sprechen vom ersten Fall von Insidertrading, bei dem Kryptowährungen involviert sind.

Der Bruder eines ehemaligen Coinbase Managers bekennt sich vor Gericht schuldig zu Vorwürfen des Insidertradings. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Seit letztem Monat ermittelt die US-Staatsanwaltschaft gegen drei Personen: den ehemaligen Coinbase-Product-Manager Ishan W., seinen Bruder Nikhil und einen Freund, Sameer R. Sie sollen mit Insidertrading bei Coinbase 1,5 Millionen US-Dollar erwirtschaftet haben.

Ishan W. war mitverantwortlich für das Listing neuer Tokens auf der größten US-Kryptobörse und informierte seine Komplizen über entsprechende Entwicklungen. Meist legen Token um zweistellige Prozentzahlen zu, kurz nachdem sie auf Coinbase gelistet werden. Das Dreiergespann soll über Ethereum Wallets in mindestens 14 Fällen betroffene Assets vor den Ankündigungen gehandelt haben.

Angeklagtem droht Abschiebung

Bereits im vergangenen Monat hatte sich Nikhil W. des Insidertradings schuldig bekannt. Später änderte er sein Geständnis nach einem Deal mit den Strafverfolgungsbehörden ab. Vor Gericht sagte der 26-Jährige: “Mir war bewusst, dass es falsch war, vertrauliche Informationen von Coinbase zu erhalten und Trades durchzuführen.” Neben einer Haftstrafe droht dem 26-Jährigen möglicherweise auch die Ausweisung aus den USA. Das Urteil soll im Dezember gesprochen werden.

Der ehemalige Coinbase-Manager Ishan W. pocht währenddessen weiterhin auf seine Unschuld. Die Verhandlungen gegen ihn sollen im März kommenden Jahres stattfinden. Sein Freund Sameer R. befindet sich aktuell noch auf freiem Fuß.

Es ist dabei der erste bekannte Fall von Insidertrading bei Coinbase. Zuvor hatte die Kryptobörse angekündigt, umfassende Informationen mit den Strafverfolgungsbehörden teilen zu wollen.

Coinbase klärte den Fall nicht selbst auf

Aufgeklärt hatte den Fall von Insidertrading ein Twitter-Nutzer und Influencer namens Cobie. In einem Interview sagte er: “Ich verstehe nicht, wie dort die Aufklärungsprozesse aussehen. Sie sind einfach inkompetent.”

Podcast

Coinbase verdächtigt ihn nun wiederum mit der Konkurrenzbörse FTX zusammenzuarbeite. Angeblich hätte ihm FTX-Chef Sam Bankman-Fried die Informationen zugespielt, um Coinbase zu schaden. Cobie dementierte dies.

Coinbase steht in mehreren Fällen selbst vor Gericht. Zwei Nutzer und ein Shareholder verklagten das Unternehmen. Auch die US-Finanzaufsicht SEC ermittelt gegen die Firma. Der Vorwurf: Sie verkaufe auf ihrer Handelsplattform unregistrierte Wertpapiere.

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