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RNGesus für alleVon Ethereum bis Avalanche: Chainlink erobert den NFT-Sektor

Im August hat es für Chainlink NFT-Kooperationen gehagelt. Neben Kursdaten ist vor allem die Zufallsfunktion Chainlink VRF gefragt.

Christopher Klee
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Quelle: Shutterstock

Chainlink operiert an der Schnittstelle zwischen Blockchains und externen (“off-chain”) Daten-Quellen. Bislang hat sich Chainlink vor allem als Lieferant von Kursdaten im Bereich der dezentralen Finanzdienstleistungen (DeFi) einen Namen gemacht. Dort setzen unter anderem das Krypto-Derivate-Protokoll Synthetix und die Krypto-Lending-Plattform AAVE auf das dezentrale Daten-Orakel. Nun entdecken auch immer mehr Projekte aus dem Bereich der Non-fungible Token (NFT) die Plattform für sich. Alleine im August konnte Chainlink bereits zwölf neue Partnerschaften an Land ziehen. Bei den meisten geht es um eine Integration von Chainlink VRF, einige setzen jedoch auch auf die Price Feeds des dezentralen Daten-Orakels.

VRF steht für Verifiable Random Function: Eine Funktion, die nachweisbar zufällige Werte generiert. Die Erfindung von VRF wird maßgeblich dem Algorand-Gründer Silvio Micali zugeschrieben. In Algorand kommt VRF bei Auswahl der Validatoren von Blöcken zum Einsatz. Cardano setzt für seinen Proof-of-Stake-Mechanismus “Ouroboros” ebenfalls eine VRF ein.

Dass der Zufall auch bei Spielen von zentraler Bedeutung ist, weiß jeder, der schon einmal einen Würfel geworfen oder Karten gemischt hat. Doch auch im digitalen Gaming geht ohne den Zufall nichts – das gilt auch für den wachsenden Sektor der Blockchain Games auf NFT-Basis. Weil diese in der Regel dezentral funktionieren sollen, braucht es auch eine unabhängige Quelle für Zufallszahlen, die sich objektiv und “on-chain” überprüfen lassen.

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Spores Network

Das Spores Network verfolgt das ambitionierte Ziel, einen Blockchain-übergreifenden NFT-Marktplatz zu bauen. Für die Kursdaten des NFT-Marktes in spe setzt das Projekt auf Price Feeds von Chainlink.

Wer NFT sagt, muss künftig auch Metaverse sagen – zumindest, wenn es nach dem Anspruch von Realm geht. Enter Realm ist eine sogenannte Mixed Reality Plattform, die eine Brücke zwischen Cyberspace und Meatspace schlägt. Das Metaversum von Realm soll nicht nur von digital gezüchteten Haustieren bevölkert sein, sondern auch zur Erschaffung eines eigenen Microversums beitragen. Die Basis für die NFT von Realm bildet der von Enjin begründete Tokenstandard ERC-1155. Das Projekt hat am 17. August die Integration von Chainlink VRF angekündigt.

MyDeFiPet: Noch ein CryptoKitties-Abklatsch

Auch bei MyDeFiPet geht ohne den Zufall nichts (faires). Es handelt sich um ein weiteres NFT-Spiel, das sich um die Zucht von und den Handel mit Sammelmonstern dreht. Am 18. August wurde bekannt, dass MyDeFiPet Chainlink VRF für Zufallszahlen einsetzt.

Die NFT-Schmiede Accursed Share verbindet NFT mit Konzeptkunst. Mit seinem ersten Projekt “Curse NFT” widmet sich Accursed dem Model Krystall Schott, bei der es sich um den Suchtreffer Nummer Eins handelt, wenn man bei Google nach “Face” sucht. Der Curse NFT zeigt das Antlitz Scotts, das zuvor mit einem 3D-Scanner erfasst wurde. Der Clou: Der NFT verändert sich mit den Kursschwankungen von Ether (ETH). Chainlink kommt auch hier als Kursdatenlieferant zum Einsatz.

Uptick Network

Uptick Network widmet sich der Ökonomie des Web 3.0. Mit seiner NFT-App plant Uptick über einen Marktplatz für Krypto-Kunst, Musik, Video und E-Publikationen. Auch hier kommt Chainlink VRF für die Erstellung von Zufallszahlen zum Einsatz. Konkret geht es hierbei um Chainlink VRF für die Binance Smart Chain (BSC).

Dass Chainlink nicht nur in Ethereum oder der BSC Verwendung findet, zeigt unterdessen das Projekt AVAXCELLS. Dabei handelt es sich um ein NFT Game, in dem “Zellen” im Kampf gegeneinander antreten. Im Gegensatz zu den obigen Beispielen setzt AVAXCELLS weder auf Ethereum noch auf die BSC, sondern auf die Avalanche Blockchain. Seit diese in der vergangenen Woche ein umfassendes Upgrade verkündet hat, befindet sich der Kurs der Plattformwährung AVAX im Höhenflug. Chainlink VRF soll bei AVAXCELLS darüber entscheiden, welcher Spieler zuerst zum Zug kommt.

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