Automobil-Branche BMW und Oasis kooperieren für Privacy-Lösung
Anton Livshits

von Anton Livshits

Am · Lesezeit: 3 Minuten

BMW-Logo auf einer nassen Motorhaube

Quelle: Shutterstock

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Blockchains sind für die Automobilindustrie kein Neuland mehr. Doch jüngste Entwicklungen zeugen von einer zunehmenden Verschränkung von Krypto und PKW.

BMW erweitert sein Engagement in der Krypto-Welt. Nachdem der bayrische Automobilriese bereits an einem Identitätsprojekt auf Blockchain-Basis beteiligt ist, geht es dieses Mal um Datensicherheit. Gemeinsam mit Oasis Labs arbeitet BMW an einem neuartigen System zum Schutz von persönlichen Daten.


Oasis Labs steht zum einen hinter der Privacy-Blockchain Oasis Network. Darüber hinaus bietet es auch Datenschutz-Lösungen für Unternehmen. In ihrer Projektankündigung vom 9. Dezember versprechen Oasis und BMW deshalb einen „neuen Standard für verantwortungsvolle Datennutzung in der Automobilindustrie.“

Differencial Privacy sichert Daten von BMW-Kunden

Oasis fasst seine neue Privacy-Lösung unter dem Begriff der Differencial Privacy. Die Software soll sicherstellen, dass Benutzer die Rechteinhaber ihrer Daten bleiben und eine Compliance mit Richtlinien zum Datenschutz gewährleisten. Differencial Privacy verhindert, dass individuelle Daten mit Hilfe von ausgeklügelten Abfragen aus Datenbanken herausgelesen werden können.

Die Entwickler geben zur Verdeutlichung ein Beispiel: Wenn Bob den Durchschnittsgehalt in seinem Unternehmen aus einer Datenbank abrufen kann, bevor Chloe dort anfangen hat, kann er mit einer einfachen Rechenoperation die Höhe von Chloes Lohn aus dem neuen Gehaltsdurchschnitt herauslesen. Die Lösung von Oasis unterbindet derartige Anfragen, indem es sie umschreibt. Als Resultat sind ohne Zugriffserlaubnis nur aggregierte Daten abrufbar. Die Software ist mit allen SQL-Datenbanken kompatibel.


Im Falle von BMW kommt die Software von Oasis Labs zunächst in den internen Datenbanken des Autobauers zum Einsatz. Dort soll sie private Kundendaten schützen und einen rechtskonformen Datenaustausch zwischen BMW und seinen Partnern gewährleisten. Zur Verwahrung der Zugriffsrechte greifen die Projektpartner auf einen zugriffsbeschränkten Ledger zurück.

Daimler nutzt Blockchain fürs Fahrkomfort

Auch der schwäbische BMW-Konkurrent Daimler ist kein Neuling im Blockchain-Land. Im Herbst verkündeten die Stuttgarter so etwa eine Kooperation mit dem Krypto-Unternehmen Ontology.

Ziel des Projekts ist eine Verbesserung des Fahrerlebnisses. Persönliche Fahrerdaten sollen dafür auf einer Blockchain verwahrt werden. Die Kunden sollen etwa die Möglichkeit haben, persönliche Einstellungen (für Licht oder Sound) von einem Wagen zum anderen zu übertragen. Das soll insbesondere den Nutzern von Mietwägen zu Gute kommen. Diese profitieren gleich doppelt, denn die Zusammenarbeit mit Ontology verspricht ebenfalls, das Ausleihen von Fahrzeugen zu vereinfachen.

Vor diesem Hintergrund zeichnet sich für die kommenden Jahre ein Trend zur stärkeren Anbindung von Automobilen an die Blockchain-Technologie ab. Dieser Eindruck verstärkt sich, wenn man bedenkt, dass auch Car Wallets bereits in der Entwicklung sind. Thomas Fürstner hat BTC-ECHO verraten, dass Daimler auch dort seine Finger im Spiel hat.


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