Drei gegen einen BlockFi erhält Druck von US-Behörden – was wird aus dem Börsengang?
Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Türkische Ölringer, Symbolbild für BlockFis Regulierungs-Sorgen

Quelle: Shutterstock

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BlockFi sammelt derzeit massive Investitionen – doch nun blasen die Wertpapierbehörden dreier US-Bundesstaaten zum Angriff auf die Krypto-Lending-Plattform.

Nachdem mit Coinbase die erste Bitcoin-Börse im April den Gang an die Wall Street vollzogen hat, könnte mit BlockFi auch bald der erste Krypto-Lending-Anbieter Premiere auf dem Börsenparkett feiern. Das berichtet das Krypto-Portal Coindesk unter Berufung auf ein Dokument, das BlockFi an seine Investoren geschickt haben soll. Demnach plane das Unternehmen, innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate den Börsengang zu wagen. Aktuell läuft für BlockFi eine weitere Finanzierungsrunde, die Insider-Angaben zufolge zusätzliche 500 Millionen in das Unternehmen spülen und am 27. Juli abgeschlossen sein soll. In dem Dokument ist von einer Post-Money-Bewertung von stattlichen 4,75 Milliarden USD die Rede. Erst im März verkündete BlockFi den erfolgreichen Abschluss einer 350 Millionen USD schweren Series-D-Finanzierungsrunde.


BlockFi im Visier der US-Regulierungsbehörden

BlockFi bietet unter anderem Zinsen für das Verleihen von Bitcoin und Co. Abhängig von der Höhe und Laufzeit des hinterlegten Betrags können Hodler damit ihr digitales Gold “für sich arbeiten” lassen und einen festen jährlichen Zinssatz verdienen.

Die Sache hat nur einen Haken: Seit kurzem reiben sich mehr US-Regulierungsbehörden an dem Angebot, das als “BlockFi Interest Account (BIA) vermarktet wird. Der Verdacht: der BIA erfüllt die Bedingungen eines Insertionsvertrags und wäre damit ein registrierungspflichtiges Wertpapier. Die Börsenaufsichtsbehörden von drei US-Bundesstaaten haben BlockFi derzeit im Visier.

Am 20. Juli trudelte bei BlockFi ein Unterlassungsbescheid der Börsenaufsicht von New Jersey ein. Seitdem ist es der Krypto-Lending-Plattform untersagt, Bürgern aus New Jersey einen BIA anzubieten.

Unsere Regeln sind einfach: Wenn Sie Wertpapiere in New Jersey verkaufen, müssen Sie die Wertpapiergesetze von New Jersey einhalten. Niemand bekommt einen Freibrief, nur weil er auf dem sich schnell entwickelnden Krypto-Markt tätig ist. Unser Bureau of Securities wird dieses Thema genau überwachen, da wir daran arbeiten, die Anleger zu schützen,

begründet der Interims-Generalstaatsanwalt von New Jersey die Anordnung in einer Pressemitteilung.


Der Süden macht mobil

Einen Tag später hat sich der Bundesstaat Alabama in Form der Alabama Securities Commission (ASC) BlockFi zur Brust genommen.

Es gibt Tausende von Unternehmen, die bei der ASC registriert sind, wie es das Gesetz vorschreibt, um Wertpapiere an die Bürger von Alabama zu verkaufen. Die meisten der für den Verkauf von Wertpapieren Registrierten leben außerhalb von Alabama, aber jeder, der Wertpapiere anbietet, muss registriert sein, bevor er einem Einwohner von Alabama ein Investitionsangebot macht,

heißt es in einer ASC-Mitteilung (US-Proxy für Zugriff benötigt) vom 21. Juli.

Zuletzt hat sich auch das potenzielle Mining-Mekka Texas der Kritik angeschlossen. In einem mittlerweile gelöschten, aber über das Webarchiv noch immer abrufbaren Dokument unterstellt die dortige Börsenaufsicht BlockFi ebenfalls den Handel mit nicht registrierten Wertpapieren. Eine Anhörung am 13. Oktober soll klären, ob gegen BlockFi eine Unterlassungsklage erhoben werden soll.

BlockFi hat mittlerweile ein Update zu den regulatorischen Querelen veröffentlicht. Darin heißt es, dass alle Bestandskunden den Service nach wie vor uneingeschränkt nutzen können. Was den umstrittenen BIA angeht, so zeigt sich das Unternehmen davon überzeugt, dass es sich nicht um ein Wertpapier handele. BlockFi signalisierte gleichzeitig die Bereitschaft zum Dialog mit den Regulierungsbehörden und verspricht weitere Updates zur Causa BIA.


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