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Bitcoin-Transaktionen sind öffentlich – das soll sich jetzt ändern

Die Blockchain soll Bitcoin-Zahlungen künftig speichern, deren Inhalt sie selbst nicht lesen kann. Welche Lücken die Forscher vor dem Start noch schließen müssen.

Jan-Malte Minnerup
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Beitragsbild: Shutterstock

| Die Pseudonymität bei Bitcoin soll zu echter Privatsphäre werden

Bitcoin gilt häufig als anonymes Zahlungsmittel, dabei ist die Blockchain weitgehend transparent und alle gesendeten Daten sind öffentlich einsehbar. Zum Teil lassen sich Wallets sogar realen Personen und Unternehmen zuordnen. Ein neuer Ansatz mit dem Namen „Shielded Bitcoin“ soll das nun ändern, ohne dafür das Bitcoin-Protokoll selbst anzupassen.

So sollen BTC-Zahlungen privat werden

Vorgestellt wurde das Konzept am 24. September von den Forschern Clara Shikhelman, Mikhail Komarov und Aleksei Moskvin. Innerhalb des Systems sollen der übertragene Betrag sowie der Absender und Empfänger als verschlüsselte Informationen gemeinsam mit einem Zero-Knowledge-Beweis auf Bitcoin veröffentlicht werden. Dieser bestätigt dann, dass eine Transaktion gültig ist, ohne deren Inhalt offenzulegen.

Bitcoin selbst müsste die zusätzlichen Regeln nicht verstehen. Die notwendigen Beweise werden von einer separaten Software überprüft und die Blockchain speichert lediglich die Daten. Dadurch soll Shielded Bitcoin ohne Soft Fork oder einen zentralen Betreiber auskommen.

Noch fehlt ein entscheidender Baustein

Die zusätzliche Privatsphäre benötigt allerdings auch mehr Platz auf der Blockchain. Eine Shielded-Transaktion dürfte nach Angaben von Mikhail Komarov zunächst etwa 700 virtuelle Bytes umfassen, was deutlich höher ist als die derzeit etwa 100 bis 200 vBytes für eine gewöhnliche Bitcoin-Transaktion. Entsprechend könnten auch die an Miner gezahlten Gebühren ungefähr viermal so hoch ausfallen.

Darüber hinaus bietet sich für Nutzer die Möglichkeit, ihre Transaktionshistorie nicht vollständig geheim halten zu müssen. Über separate Leseschlüssel können sie beispielsweise einem Steuerberater oder dem Finanzamt eingehende Transaktionen offenlegen, ohne die Kontrolle über ihre Coins abzugeben. Bis daraus eine tatsächlich nutzbare BTC-Lösung wird, fehlt es allerdings noch an einem Modell, wie BTC in das private System hinein- und später wieder herausgelangen.

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