Polymarket droht neuer Ärger mit den US-Behörden. New York hat nun Klage gegen die Prognoseplattform wegen illegalen Glücksspiels eingereicht. Der Vorwurf: Polymarket soll gegen die Glücksspielgesetze des US-Bundesstaates verstoßen.
Die Plattform umgehe Glücksspielregeln, indem sie diese als Verträge auf einem sogenannten Prediction Market anbietet, so Generalstaatsanwältin Letitia James. “Polymarket umgeht die Gesetze New Yorks, nimmt dabei besonders schutzbedürftige Menschen ins Visier und entzieht Familien in New York wichtige Dienstleistungen und Unterstützung. Meine Behörde wird nicht zögern, unsere Gesetze zu verteidigen und die Menschen in New York zu schützen”, erklärte James. Bei den Event Contracts von Polymarket handle es sich demnach faktisch um Wetten.
New York will Polymarket den weiteren Betrieb im Bundesstaat untersagen. Zudem soll das Unternehmen Geldstrafen zahlen und Einnahmen aus dem mutmaßlich illegalen Glücksspiel zurückzahlen. Auch betroffene Nutzer sollen entschädigt werden.
Streit um Prognosemärkte
Polymarket ist nicht die einzige Plattform, gegen die New York vorgeht. Bereits im Juli nahmen die Behörden den Konkurrenten Kalshi ins Visier. Auch rund um entsprechende Angebote von Coinbase und Gemini kam es bereits zu Rechtsstreitigkeiten.
Unklar bleibt, in welchen Zuständigkeitsbereich Prediction Markets in den USA überhaupt fallen. Die US-Terminmarktaufsicht CFTC beansprucht die Aufsicht über solche Plattformen für sich. Mehrere Bundesstaaten gehen dennoch nach eigenen Glücksspielgesetzen gegen die Plattformen vor.
