Quantensprung in Sicht? Bitcoin Mining Council prophezeit grüne Zukunft für BTC Mining
Christian Stede

von Christian Stede

Am · Lesezeit: 3 Minuten

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Quelle: Shutterstock

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Eine neue Kühltechnik könnte Bitcoin-Mining bis 2030 umweltfreundlich machen, wie ein prominentes Mitglied des Bitcoin Mining Council prophezeit.

Das Bitcoin Mining Council (BCM) ist angetreten, die angeblich so verheerende Klimabilanz von Bitcoin “grüner” zu gestalten. Das Vorhaben trägt nun offenbar die ersten Früchte. Denn Bitcoin-Experte Hass McCook, der zu den Mitgliedern des BMC zählt, hat eine Technologie vorgestellt, die diesen Plan bis 2030 verwirklichen soll. Gegenüber Cointelegraph räumte McCook ein, dass er sogenannte immersive Kühltechnologie für besonders wichtig erachtet, wenn es darum geht, den Weg zu emissionsfreiem Bitcoin Mining zu ebnen. Dabei werden Mining Rigs im wahrsten Sinne des Wortes in Kühlflüssigkeit versenkt, um so Wärme- und Geräuschemissionen zu senken. Die Flüssigkeit ist dielektrisch, verursacht also keinen Kurzschluss.

McCook hat bereits zahlreiche Publikationen zu Themen wie Wirtschaft, Nachhaltigkeit und Entwicklung des Bitcoin Minings veröffentlicht, die den Lesern einen seltenen Einblick in die inneren Abläufe der Anlageklasse gewähren. In vielen Online-Foren firmiert er als Friar Hass. Er ist davon überzeugt, dass die Branche auf dem besten Weg ist, das Ziel bis 2030 zu erreichen. Bei der immersiven Kühlung werden die Bitcoin Mining Rigs in eine spezielle Kühlflüssigkeit getaucht. Diese nimmt die Wärme aus dem Rechenzentrum auf und führt sie wieder zurück.

Flüssig-Kühlung spart jede Menge Energie beim Mining

Mit Brian Roemmele äußerte sich ein anderer Experte zu der Thematik. Er ist Insidern als Co-Moderator des Podcasts Around the Coin bekannt. Roemmele sieht die Zukunft der Energiebilanz von Bitcoin noch optimistischer als McCook. Seiner Meinung nach wird Bitcoin sogar schon bis 2024 zu 100 Prozent grün sein und fügt hinzu:


kein anderes System wird grüner sein.

Passend zu diesem Statement postete Roemmele am 29. Oktober auf Twitter ein Foto einer eingetauchten Bitcoin-Mining-Anlage. Er behauptet außerdem, dass durch das Eintauchen von Bitcoin Minern in Flüssigkeit Wärme und Lärm um 95 Prozent reduziert werden. So könne es gelingen, bis zu 40 Prozent der Wärme zurückgewinnen und in Strom umzuwandeln. Sollte das tatsächlich gelingen, wäre dies natürlich mehr als ein Quantensprung für das Bitcoin Mining. McCook kennt die Prognose von Roemmele offenbar. Er ist zwar auch der Meinung, dass Bitcoin kohlenstoffneutral werden kann, aber etwas  weniger optimistisch, was den Zeitrahmen angeht.

Ich glaube, dass es bis 2030 keine Emissionen mehr geben wird, aber ich denke, 2024 ist ein bisschen ehrgeizig. Und ich denke, dass die immersive Kühlungstechnologie ein Teil der Umstellung auf umweltfreundliche Technologien sein könnte

, fügte er hinzu. Wie dem auch sei, man kommt nicht umhin festzustellen, dass die Mining-Szene das Thema Nachhaltigkeit immer mehr in den Fokus rückt. Nach den jüngsten Erkenntnissen des Bitcoin Mining Council nutzen die von ihnen befragten nordamerikanischen Mitglieder derzeit Strom mit einem Anteil von 65,9 Prozent nachhaltiger Energie.

Wer mehr wissen will: In Ausgabe 49 des Kryptokompass beschäftigen wir uns intensiv mit der Klimabilanz des Minings.


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