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Bitcoin Lightning Network: Sphinx verbessert Sicherheit von Onion Routing

Das Bitcoin Lightning Network erhält am 14. Mai voraussichtlich ein wichtiges Update. Das von dem Blockstream-Entwickler Christian Decker vorgeschlagene Proposal sieht eine Verwendung des Onion-Routing-Formats Sphinx vor. 

Christopher Klee
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Beitragsbild: Shutterstock

Auf der vom Branchenmagazin Coindesk organisierten Krypto-Konferenz Consensus 2019 wurde bekannt, dass dem Bitcoin Lighting Network ein Update ins Haus steht. Der Vorschlag sieht die Implementierung des Onion Routings (OR) in Bitcoin Lightning vor. Bei OR handelt es sich um die Technologie, wie sie im Privacy Browser TOR (The Onion Router) zum Einsatz kommt. Der Blockstream-Entwickler Christian Decker zeigte sich gegenüber Coindesk optimistisch, was die Implementierung seines Verbesserungsvorschlag  betrifft:

Dies ermöglicht einige coole neue Funktionen, einschließlich Multi-Path-Routing, Trampolin-Routing und so weiter. Es steht auf der Tagesordnung für das heutige Treffen der[IRC-Spezifikation] und ich bin zuversichtlich, dass es heute fusioniert wird, damit wir mit der nächsten Welle von Features beginnen können.

Demnach könnte Sphinx bereits am 14. Mai Einzug in die Standardspezifikation von Bitcoin Lightning halten.

Sphinx soll Bitcoin Lightning sicherer machen

Beim Onion Routing (OR) schickt ein User seine Daten nicht samt IP-Adresse(n) über einen zentralen Server, sondern über einen zufälligen Pfad von Servern (Relais oder Nodes). Dabei kann eine Node nur erkennen, von welcher Node sie ein Datenpaket erhalten hat und an welche sie es weiterleitet. Mit jeder Weiterleitung steigt der Grad der Anonymisierung, weil jedes Relais für das Datenpaket eine weitere Ebene der Verschlüsselung bedeutet. Die Nodes, Relais und User konstituieren das Onion-Routing-Netzwerk. Für den Pfad, den das Datenpaket im Netzwerk einschlagen wird, gibt es verschiedene Konstruktionsweisen.

Herkömmliche OR-Netzwerke haben den Nachteil, dass ein Angreifer eine Node korrumpieren und sich ihres Private Keys bemächtigen kann. Auf diese Weise kann er sich „rückwärts“ von Node zu Node durch-hacken, bis er schließlich den Absender des Datenpakets identifizieren kann. Für die Pfadkonstruktion soll das Bitcoin Lightning Network nach Deckers Vorschlag deshalb das Format „Sphinx“ verwenden.

Sphinx bietet unter anderem den Vorteil, dass es die Pfadlänge und Position eines Relais/eines Knotens verschleiert. Darüber hinaus kann ein Angreifer, der eine Node gehackt hat, keine Rückschlüsse auf den vorangegangenen oder nachfolgenden Knoten ziehen.

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