Der KI-Boom entwickelt sich zunehmend zum Konkurrenten des Krypto-Sektors. Nicht technologisch, aber dafür beim Kampf um Kapital und Aufmerksamkeit. Während Milliarden in KI-Aktien und Rechenzentren fließen, bleibt für Anlageklassen wie Krypto womöglich weniger übrig, was zulasten des Bitcoin-Kurses geht.
KI ist für Bitcoin die größte Belastung
Im neuen BTC-ECHO Community Report haben wir unsere Leserinnen und Leser daher gefragt, welcher Faktor derzeit am stärksten auf den Bitcoin-Kurs drückt. Mit 27,9 Prozent landet die Konkurrenz um Anlagekapital durch andere Technologiethemen auf Platz eins. Gemeint ist insbesondere der anhaltende Boom rund um künstliche Intelligenz.
An den Finanzmärkten konkurrieren Anlageklassen und Investmentthemen permanent miteinander. Vor allem bei wachstumsorientierten Investments ist Kapital nicht unbegrenzt vorhanden. Geld, das in KI-Aktien, Rechenzentren oder andere Profiteure des KI-Booms fließt, kann nicht in Bitcoin, Ethereum oder andere Kryptowährungen investiert werden.
Hohe Zinsen und Inflation bremsen Bitcoin-Kurswerwartung
Allerdings fällt der Vorsprung knapp aus. 27,3 Prozent sehen die wirtschaftliche Lage als größte Belastung. Man denke hier nur an die hohe Inflation und die hohen Zinsen, die nicht nur Staaten, sondern auch Unternehmen und privaten Haushalten aktuell zu schaffen machen. Es ist davon auszugehen, dass viele Menschen aktuell schlichtweg weniger am Monatsende übrig haben, um in Bitcoin und Co. zu investieren. Weitere 24,4 Prozent nennen politische und regulatorische Unsicherheit.
Deutlich weniger Sorgen bereiten der Community dagegen mögliche Probleme innerhalb des Krypto-Sektors. Einen mangelnden Nutzen oder ein zu geringes Interesse an Bitcoin sehen lediglich elf Prozent als wichtigsten Belastungsfaktor. Quantencomputer kommen sogar nur auf 1,7 Prozent.
Von Krypto zu KI und einmal zurück?
Sollte sich bald herausstellen, dass sich die hohen Investitionen in KI-Werte nicht nachhaltig rechnen, dann ist mit einer Teilrotation zurück in Bitcoin, Ether und Co. zu rechnen. Zumal Künstliche Intelligenz selbst ein großer Treiber für Blockchain-Anwendungen ist. So wächst der Bereich Agentic Payments signifikant und rückt damit Stablecoins in den Fokus.
Es könnte sich also ein neues Narrativ herausbilden, das nicht heißt: “KI gegen Krypto, sondern Krypto als Infrastruktur für wirtschaftlich handelnde Agenten.” Sollten sich dann auch noch die Inflationssorgen durch eine Befriedung im Iran und einen fallenden Ölpreis materialisieren, dürfte es noch zusätzlichen Rückenwind von der Makroseite geben.
Wer wissen will, welchen Bitcoin-Kurs unsere Community bis März 2027 erwartet und wann der Bärenmarkt wirklich vorbei sein soll, der findet die Antworten darauf im vollständigen BTC-ECHO Community Report.
