Marktupdate Bitcoin-Anleger erreichen “frühe Phase der Akkumulation”
Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Bitcoin-Münze vor einem Chart

Quelle: Shutterstock

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Die Anzahl aktiver Adressen im Bitcoin-Netzwerk steigt allmählich wieder an, während die Hash Rate auf Tauchgang bleibt. Auf Anlegerseite zeichnet sich derweil ein leichter Akkumulationstrend ab.

Der Krypto-Markt startet erneut mit roten Vorzeichen in den Handelstag. Die Gesamtmarktkapitalisierung rutscht auf Tagessicht um 4,2 Prozent auf knapp 1,45 Billionen US-Dollar zurück, und auch der Bitcoin-Kurs zeigt sich mit einem Minus von 5,2 Prozent sichtlich angeschlagen. Zu Redaktionsschluss notiert die Krypto-Leitwährung bei 33.089 US-Dollar mit einem Kursabschlag von 5,5 Prozent im Wochenvergleich.


Das Sommerloch zieht auch die Performance der Altcoins nach unten. Ethereum (ETH) knickt um acht Prozent ein, Binance Coin (BNB) und Cardanao (ADA) fallen um je fünf Prozent, während es XRP und Polkadot (DOT) um rund sieben Prozentpunkte nach unten zieht. Noch deutlicher erwischt es Dogecoin (DOGE) mit einem Minus von neun Prozent. Schlusslicht ist aber Uniswap (UNI), der in den letzten 24 Stunden knapp zwölf Prozent an Wert verloren hat. Immerhin verbuchen der UNI-Kurs und Binance Coin als einzige Top-10 Coins eine positive Wochenbilanz.

Aktive Bitcoin-Adressen steigen

Während sich der Bitcoin-Kurs weiter im Kreis dreht, hat die Anzahl aktiver Adressen einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht. Noch vor einem Monat lag die Menge der BTC-Adressen, die Transaktionen ausgeben oder empfangen, mit rund 715.000 beim Vorjahresniveau. Nach dem Loch greift das Netzwerk aber allmählich wieder nach der Millionen-Marke. Aktuell zählen die On-Chain-Analysten von Glassnode rund 907.000 aktive Adressen – ein Anstieg von 26 Prozent in nur vier Wochen. Damit hat Bitcoin im direkten Vergleich wieder die Nase vor dem Ethereum-Netzwerk, bei dem die Anzahl aktiver Adressen Ende Juni kurzzeitig höher lag als bei Bitcoin.

Quelle: Glassnode

Hash Rate im freien Fall

Derweil hinterlässt der Miner-Exodus aus China immer größere Spuren in der Bitcoin Hash Rate. Vor knapp einer Woche, am 2. Juli, ist die Rechenleistung im BTC-Netzwerk mit 84 EH/s am Niveau von September 2019 angelangt. In nur zwei Monaten hatte sich die Hash Rate somit mehr als halbiert. Seitdem hat sich die Rechenpower zwar immerhin um knapp zehn Prozent auf aktuell 92 EH/s eingependelt. Angesichts der anhaltenden Miner-Flucht aus dem Reich der Mitte dürfte sich die Hash Rate aber noch einige Male nach unten korrigieren.


Quelle: Blockchain.com

Der Einbruch der Hash Rate blieb nicht folgenlos und löste die größte Negativanpassung der Bitcoin Mining Difficulty in der Bitcoin-Historie aus. Am 3. Juli ist die Difficulty, also der Schwierigkeitsgrad zum Errechnen eines neues Bitcoin Blocks, um ganze 28 Prozent gesunken.

Quelle: Coinmetrics

Glassnode: “Frühe Phase der Akkumulation”

Während der Hash-Rate-Abwärtstrend anhält, deutet sich Glassnode zufolge mit Blick auf die Hodl Waves ein positiver Trend bei der Verteilung der Bitcoin-Bestände ab. Die Hodl Waves messen die Verteilung, also den Kauf und Verkauf, der Bitcoin-Bestände in verschiedenen Zeiträumen. Anhand der Metrik lassen sich somit Muster wie Hodl- und Verkaufstrends in Bezug auf Langzeit- und Kurzzeitinvestoren ableiten. Wie die Blockchain-Forscher in einer Tweetserie erläutern, ist die Anzahl junger Coins, also solcher, die vor weniger als einem Monat und damit zu verhältnismäßig günstigen Konditionen den Besitzer gewechselt haben, rückläufig. Folglich treten Kurzzeitinvestoren in eine “frühe Phase der Akkumulation”.

Demgegenüber schwellen insbesondere die drei bis zwölf Monate alten Bestände der “Middle Age Coins” an, die in einem äußerst volatilen Gefälle zwischen 9.000 und 60.000 US-Dollar gekauft wurden. Glassnode zufolge geht von diesen “Bullenmarktkäufern” der größte Verkaufsdruck in den kommenden Wochen aus.


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