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Layer-2-Lösung Bietet Arbitrum einen Vorgeschmack auf den Ethereum Merge?

Arbitrum ist rasant zu einer der führenden Layer-2-Plattformen Ethereums angewachsen und bietet seinen Nutzern großes Potenzial. Wer einen Vorgeschmack auf die Zukunft Ethereums haben möchte, darf Arbitrum nicht verpassen.

Johannes Macswayed
 |  Lesezeit: 4 Minuten
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Ethereum Layer 2 Projekt Arbitrum (Symbolbild)

Beitragsbild: Shutterstock

| Arbitrum zeigt, wie Ethereum in Hochgeschwindigkeit aussieht.

Am 1. September implementierte Arbitrum, die beliebte Layer-2-Skalierungsplattform für Ethereum, erfolgreich das “Nitro” Update. Dieses bringt nunmehr noch schnellere Transaktionen und geringere Gebühren. Dafür setzt Arbitrum auf die Optimistic-Roll-Up-Technologie, bei der Transaktionen gebündelt, komprimiert und erst dann gebündelt validiert werden.

Arbitrum ist laut L2-Beat bereits die größte Layer-2-Plattform im Krypto-Space, mit 2,8 Milliarden US-Dollar Total Value Locked (TVL). Bald könnten hier breite Teile der DeFi-Aktivitäten im Ethereum-Netzwerk stattfinden.

Auch über den DeFi-Space hinaus möchte das Netzwerk wachsen. Mit dem “Nova” Update schuf Arbitrum eine eigene Chain für Gaming- und Social-Apps. So auch das beliebte Internetforum Reddit, das für seine Blockchain-basierten Community-Points neuerdings auf Arbitrum setzt.

Für Nutzer soll sich dadurch eine weitere Möglichkeit bieten, vom Wachstum des ETH-Netzwerks zu profitieren. Die zweitgrößte Kryptowährung befindet sich indes in den letzten Zügen des Merge, der Ethereum 2.0 und die Umstellung auf den Proof-of-Stake-Konsensmechanismus einläutet. Mehr dazu im Podcast:

Podcast

Arbitrum Token Airdrop

Anders als andere Layer-2-Blockchains hat Arbitrum derzeit noch keinen eigenen Token, über den der Wert des Netzwerks repräsentiert werden kann. Für Arbitrum stellt dies noch ein Wettbewerbsnachteil dar, den man eventuell bald beheben möchte. Plattformen wie Polygon oder Optimism nutzen bereits hauseigene Token, mit denen etwa Gebühren gezahlt werden können und das Netzwerk verwaltet wird. Um diese im Netz an den Mann zu bringen, hatte Optimism zum Beispiel ihren OP Token per Airdrop nachträglich an aktive Nutzer der Blockchain verteilt.

Wer auf Arbitrum aktiv ist, könnte sich daher auch für einen solchen Airdrop qualifizieren. Und tatsächlich läuft derzeit eine Art DeFi-Schnitzeljagd auf dem Netzwerk, die eine logische Grundlage zur Qualifikation für einen zukünftigen Airdrop darstellt. Nutzer können hier der “Arbitrum Gilde” beitreten und nach und nach Aufgaben erfüllen. Beispielsweise das Erwerben kleinerer Mengen von DAO- und DeFi-Token. Das Ganze eignet sich so auch für den schnellen Einstieg in die zahlreichen Anwendungen auf Arbitrum.

Arbitrum dApps

Die größte Layer-2-Chain für Ethereum ziert ein umfangreiches DeFi-Ökosystem. Viele bekannte Anwendungen auf Ethereum ermöglichen bereits den Zugang über Arbitrum. Darunter Uniswap, Sushiswap oder Curve Finance. Doch auch Arbitrum-eigene Projekte sind derzeit stark im Kommen.

So auch GMX. Die dezentrale Handelsplattform bindet derzeit mit 297 Millionen US-Dollar Total Value Locked den Großteil des Kapitals auf Arbitrum. Besonders beliebt ist sie bei Tradern, denen die Gebühren auf Ethereum zu hoch sind. Hier können BTC, ETH und andere Kryptos mit Hebel gehandelt werden. Außerdem kann der GMX Token gestakt werden. Anders als auf gewöhnlichen DeFi-Plattformen werden die Staking-Rewards dabei jedoch in ETH ausgezahlt. Damit brüstet sich GMX, Teil des neuen “Real-Yield” (reale Rendite) DeFi-Trends zu sein. Des Weiteren können auf Handelsplattformen wie Dopex (DPX) oder Mycelium (MYC) Optionen und Derivate gehandelt werden, womit auch professionelle Trader einen Nutzen aus Arbitrums DeFi-Ökosystem ziehen dürften.

Zahlreiche Infrastruktur-Protokolle bieten ebenfalls eine Möglichkeit der Beteiligung. Hierzu zählen beispielsweise Synapse (SYN) oder Stargate (STG), die es ermöglichen, einfach Chain-übergreifend Token zu tauschen. Beispielsweise USDC auf der Ethereum Blockchain zu ETH auf Arbitrum oder anderen. Für die Beisteuerung der dafür benötigten Liquidität in den entsprechenden Token Pools kann hier auch Rendite verdient und gleichzeitig ein Beitrag zur Erhaltung des Netzwerks geleistet werden. Wer mit Cross-Chain-Protokollen arbeitet, sollte jedoch wissen, dass diese immer einem gewissen Risiko ausgesetzt sind.

Die Zukunft Ethereums

Auf Arbitrum herrscht im Vergleich zur vergleichsweise noch langsamen Ethereum Blockchain nahezu Lichtgeschwindigkeit. Da die Chain jedoch auf Ethereum basiert und auch ETH als Coin zur Zahlung von Gebühren nutzt, dürfte sich die Handhabung für Viele sehr vertraut anfühlen. Auch das spricht für Arbitrum. Denn nach einer kurzen Überbrückung der Token kann direkt auf Arbitrum losgelegt werden. Die Türen zum Hochgeschwindigkeits-Ökosystem stehen von da an offen und geben einen Einblick, wie die Ethereum Blockchain bereits in wenigen Jahren laufen könnte.

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