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Im Fadenkreuz Anonymität von Monero (XMR) in Gefahr

Der Privacy Coin Monero (XMR) steht wegen der anonymen Transaktionen bei Kriminellen hoch im Kurs. CipherTrace möchte dem mit neu patentierter Software etwas entgegensetzen. Das US-Innenministerium unterstützt das Projekt.

Christian Stede
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Mann mit Hoodie nimmt sich vor dunklem Hintergrund seine Maske ab

Beitragsbild: Shutterstock

Seit jeher erfreuen sich Privacy Coins bei denjenigen größter Beliebtheit, die ihre Kryptowährungs-Transaktionen anonym gestalten möchten. Als populärste Privacy Coins gelten Monero (XMR) und ZCash (ZEC). Mit der Anonymität könnte es aber nun ganz schnell vorbei sein. Denn das Krypto-Analyseunternehmen CipherTrace hat ein Patent für eine Software angemeldet, die es erlaubt, auch Transaktionen mit Monero zu tracken. Vor knapp zwei Wochen berichtete BTC-ECHO bereits über den Angriff eines Hackers auf das Monero-Netzwerk. Um die vermeintliche Anonymität von Monero als Mythos zu entlarven, veröffentlicht der Hacker seither sensible Daten vermeintlicher XMR-User. Darunter sind nicht nur deren Transaktionen, sondern auch die IP-Adressen und pornographisches Material. CipherTrace verfolgt mit seiner neuen Software aber sicherlich ganz andere Ziele.

Seit Mitte letzten Jahres arbeitet CipherTrace mit der Zertifizierungplattform Shyft zusammen, um eine Lösung zu bieten, die gleichzeitig kriminellen Machenschaften das Handwerk legt wie auch die Privatsphäre der Nutzer respektiert. Über sein neues Projekt informiert CipherTrace über eine Mitteilung auf der Homepage. CipherTrace entwickelt seit Anfang 2019 Tools, um Transaktionen mit Monero rückverfolgbar zu machen. Dahinter steht eine Initiative des US-Ministeriums für Innere Sicherheit. Den Strafverfolgungsbehörden sollen damnach noch mehr Mittel für die Untersuchung von Monero-Transaktionen und Adressen im Zusammenhang mit kriminellen Aktivitäten zur Verfügung gestellt werden können.

Monero stößt im DarkNet auf hohe Akzeptanz

Laut CipherTrace sind es mittlerweile 45 Prozent der Darknet-Handelsplätze, die Zahlungen mit Monero unterstützen. Nur Bitcoin genießt eine noch höhere Akzeptanz. Wie lässt sich diese Beliebtheit erklären? Nun, Monero setzt ein besonders einzigartiges Design ein, um die Anonymität der Benutzer zu gewährleisten. Die Privatsphäre ist gewissermaßen erzwungen. Im Gegensatz zu anderen Kryptowährungen mit verstärkter Anonymität verwendet Monero standardmäßig einen starken Datenschutz-Algorithmus bei allen Transaktionen. Infolgedessen können Benutzer nicht von externen Akteuren für die Verwendung privater Transaktionen überprüft oder bestraft werden. Dies ist den Strafverfolgungsbehörden, für die CipherTrace tätig ist, natürlich ein Dorn im Auge. Aus diesem Grund bieten einige große Krypto-Börsen mittlerweile keinen Handel mit XMR an. 

Wie genau versucht nun die Software von CipherTrace, diese Mechanismen auszuhebeln? Das genaue Verfahren wird natürlich nicht dargelegt. In der Ankündigung ist von einem „probabilistischen Ansatz“ die Rede. Eine Reihe von mathematischen Werkzeugen und Konzepten kommt zum Einsatz. Mittels Wahrscheinlichkeitsrechnung sollen Virtual Asset Service Providers (VASPs) erkennen, wann eingehende XMR-Daten möglicherweise kriminellen Ursprungs sind.

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