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Dezentralisierung Aave: DeFi-Plattform mit neuer Governance auf Ethereum-Mainnet

Der DeFi-Anbieter Aave möchte seine Erfolgsgeschichte weiter schreiben. Dies soll nun durch eine neue Governance gelingen.

Christian Stede
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Ein Mann in Hemd und Krawatte steckt einen Zettel in eine transparente Wahlurne.

Quelle: Shutterstock

Das DeFi-Lending-Protokoll Aave hat sein neues Governance-Framework eingeführt. Wie das Team am Freitag letzter Woche mitteilte, setzt es auf dem Mainnet von Ethereum auf. In eigenen Worten sieht sich die Plattform damit einen großen Schritt weiter, was die Dezentralisierung betrifft. Diese war stets ein bedeutendes Merkmal in der Unternehmensphilosophie. Aave-Gründer und -CEO Stani Kulechov hat dies in einem Interview mit BTC-ECHO unlängst noch einmal bekräftigt. 

Bis dato lief die Governance in den Testnetzen von Kovan und Ropsten. Diese ermöglichten es, über Aave Improvement Proposals (AIPs) probeweise abzustimmen und Verbesserungsvorschläge abzugeben. Anhand dieser AIPs konnte Aave seinen Token weiterentwickeln. Mit dem Start im EthereumMainnet können die Benutzer nun über das erste offizielle AIP abstimmen, das sich auf eine geplante Token-Migration konzentriert.

Dieses ‚AIP1‘ enthält die Option, vom LEND-Token zum AAVE-Token zu migrieren. Damit ist AIP1 zugleich der neue Governance-Token im Ökosystem der Plattform. Holder der LEND- und aLEND-Token können für ihre Abstimmung die DApp von Aave nutzen. Vor diesem Angebot hat Aave eigens ein Referendum über die Migration der Token ins Leben gerufen. Nach Angaben des Protokollteams wird die Abstimmungsperiode fünf Tage dauern. Wenn der Vorschlag angenommen wird, wird die Migration aktiviert und die Benutzer können von LEND zu AAVE migrieren.

Aave-Inhaber können selbst zur Sicherung beitragen

Wenn das Votum für die Token-Migration ausfällt, dann können die Besitzer nach der Migration ihre Token in ein Sicherheitsmodul (SM) einbringen und als Sicherheitsanreiz (SI) einen Bonus im Austausch für die Sicherung des Protokolls erhalten. Später kann auch ein Prozentsatz der Protokollgebühren als SI hinzugefügt werden, wenn das Team dem zustimmt. Die Idee hinter diesem “Safety Mining” besteht darin, Communitymitglieder zu belohnen, die ihren AAVE zur Förderung der Sicherheit des Protokolls einsetzen.

Das Aave-Protokoll ging erst Anfang des Jahres an den Start. Der äußerst erfolgreiche Monat Juli brachte Token-Sales mit einem Volumen von etwa 3 Millionen US-Dollar ein. Das hat mit dazu beigetragen, dass die Plattform nunmehr an der Spitze der DeFi-Lending-Anbieter rangiert. Dabei hat das Team allerdings auch von einer Genehmigung der britischen Finanzaufsicht profitiert. Aave Ltd. wurde darin ausdrücklich der Status eines E-Geld-Institutes zugesprochen. Ob weitere Anträge bei den Regulierungsbehörden im EU-Raum folgen werden, bleibt erst einmal abzuwarten.

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