Angriff auf Bilaxy 450 Millionen US-Dollar nach Börsen-Hack futsch?
Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 2 Minuten

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Börsen-Hacks gehören zu den altbekannten Kinderkrankheiten im Krypto-Space. Als jüngstes Opfer hat es Bilaxy erwischt, wo sich der Schaden auf 450 Millionen US-Dollar belaufen könnte.

Keine drei Wochen nach dem spektakulären Angriff auf die DeFi-Plattform PolyNetwork, dem bislang größten Hack im Krypto-Space mit entwendeten Kryptowährungen im Wert von über 600 Millionen US-Dollar, ist die Krypto-Börse Bilaxy Opfer eines Cyberangriffs geworden. Die seit 2018 auf den Seychellen registrierte Börse zählt zu den eher unbekannteren Vertretern in der Börsenlandschaft. Die Attacke steht der auf PolyNetwork aber in kaum etwas nach. Auf 450 Millionen US-Dollar könnte sich der Hack nach ersten Schätzungen belaufen. Bilaxy hat die Spekulation bislang nicht kommentiert.


Hack auf die Bilaxy Hot Wallet

In einem Telegram-Post hat die Börse den Vorfall rekonstruiert. Demnach ereignete sich der Hack am Samstag, dem 28. August, zwischen 18.00 und 19.00 Uhr. Dabei gelang es dem Hacker, die Hot Wallet um “etwa 295 ERC20 Token” zu erleichtern. Die Token wurden anschließend an eine Adresse überwiesen, die auf Etherscan bereits mit einem Warnhinweis versehen wurde. Zum Tathergang ist ansonsten noch nichts bekannt.

Die Börse kündigte daraufhin an, “Notfall-Wartungsarbeiten” an der Website durchzuführen und “Hunderte von Token aus der Hot Wallet in Cold Wallets zu verschieben, um die Vermögenswerte zu sichern”. Der Fall werde den Strafverfolgungsbehörden mitgeteilt. Zudem versprach Bilaxy, “in den kommenden Tagen gemeinsam mit Sicherheitsinstitutionen eine gründliche Prüfung und Untersuchung der Systemsicherheit durchführen”. Zu Redaktionsschluss ist die Website noch nicht erreichbar.


Aufklärung dauert zwei Wochen

Laut Bilaxy können die Arbeiten noch zwei Wochen andauern:

Bilaxy hat durch den Hack schwere Verluste erlitten und das Problem ist noch nicht geklärt, was viel Arbeit und Zeit in Anspruch nehmen wird, um die Bilaxy-Dienste wieder aufzunehmen. Es kann mindestens zwei Wochen dauern, um den Hack gründlich zu untersuchen und die Systemarchitektur wieder aufzubauen, um das System und die Vermögenswerte zu sichern.

Zur Höhe der entwendeten Token hat Bilaxy nicht Stellung bezogen. Hoge Finance erklärte in einem Tweet, dass alleine Hoge-Token im Gegenwert von 22 Millionen US-Dollar von dem Hack betroffen seien. Ersten Schätzungen zufolge könnte sich der Hack auf 450 Millionen US-Dollar belaufen. Ob Bilaxy so viel Glück wie PolyNetwork hat, bleibt abzuwarten, dürfte aber eher unwahrscheinlich sein. Der Angreifer auf die Cross-Chain-Plattform entpuppte sich rasch als “White Hat”, also als gutwilliger Hacker, der die gestohlenen Assets schließlich zurückgab. PolyNetwork reagierte souverän und bot dem Hacker einen Posten als Sicherheitsberater an.


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