China Neues Passwort-Gesetz ebnet Weg für Chinas Zentralbank-Kryptowährung

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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China (Symbolbild)

Quelle: Shutterstock

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Die chinesische Regierung hat zum 1. Januar dieses Jahres ein Gesetz verabschiedet, das die Nutzung von Passwörtern für Krypto-Use-Cases reguliert. Das Gesetz dient als weitere Säule, um Chinas Zentralbank-Kryptowährung zu stützen.

China tüftelt weiterhin fleißig an seinem digitalen Renminbi: Zum 1. Januar implementiert Peking ein Gesetz, welches kryptographische Passwörter in eine regulatorische Form gießt. Der Gesetzentwurf ist Medienberichten zufolge seit Monaten im Gespräch – bereits im Oktober berichtete Japan Economic News über die Gesetzesänderung.


Demnach unterscheidet das chinesische Recht ab sofort zwischen drei Typen von Passwörtern: Kern-Passwörter, allgemeine Passwörter und kommerzielle Passwörter. Berichten zufolge reguliert China die ersten zwei Passworttypen streng. Kommerzielle Passwörter sollen indes als Grundlage dienen, um den Ausbau der Blockchain-Technologie im Reich der Mitte zu fördern.

Denn wie etwa China Money Network berichtet, haben die chinesischen Behörden die Relevanz der Passwort-Technologie in kryptographischen Anwendungen wie Kryptowährungen erkannt. Demnach legt China großen Wert auf die Integrität der auf Blockchains abgelegten Daten – diese möchte man durch Passwörter schützen, so ein Bericht von China Money Network.

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Weitere Details über das neue Passwort-Gesetz sind bislang nicht bekannt.

CBDC-Testlauf noch in diesem Jahr

Das neue Gesetz kann als weiterer Meilenstein in der Entwicklung der ersten staatlichen Kryptowährung (Central Bank Digital Currency, CBDC), dem digitalen Renminbi, gesehen werden. Dieses Vorhaben hatte China bereits im September dieses Jahres auf dem Finance 40 Forum bekannt gegeben. Doch der Starttermin, der ursprünglich für November 2019 angesetzt war, verzögerte sich. In diesem Jahr soll es schließlich so weit sein.

Chinas Ankündigung, als erstes Land der Welt eine digitale Version seines Zentralbankgeldes herauszugeben, hatte hohe Wellen geschlagen. Schließlich verspricht eine digitale Staatswährung so manchen ökonomischen Vorteil gegenüber der globalen Konkurrenz – allen voran den USA. Ein digitaler Yuan ermöglicht China etwa währungspolitische Anpassungen wie Zinssenkungen schneller und effektiver zu justieren. Zudem dürfte eine staatliche Kryptowährung auch die Abhängigkeit vom westlich geprägten Interbanken-System SWIFT lockern.

Mittlerweile dringen ähnliche Pläne der US-Notenbank FED an die Öffentlichkeit. Wie wir in unserem Regulierungsrückblick berichtet hatten, prüft die US-Zentralbank die Umsetzbarkeit eines digitalen US-Dollars. Als oberstes Motiv gilt die Wahrung der Vormachtstellung des US-Dollars als Weltreservewährung.

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