Neues aus dem Crypto Valley: Polkadot startet „Initial Futures Offering“

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Polkadot (Symbolbild)

Quelle: Shutterstock

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Polkadot, ein Start-up aus dem Zuger Crypto Valley, das unter den Fittichen der Web3 Foundation steht, kündigt ein so genanntes Initial Future Offering (IFO) an. Was sich hinter dem Begriff versteckt und welche Rolle CoinFLEX spielt.

Der Imageschaden, den ICOs für den Verkauf von Utility Token angerichtet haben, ist irreparabel. Etwa 80 Prozent der Projekte lassen sich schlicht als Betrug bezeichnen. Das Thema ICO ist daher passé. Wer genau hinsieht, der müsste erkennen, dass die Neuauflage dieses Kapitalvehikels, die so genannten Initial Exchange Offerings (IEOs), dem alten Konzept zwar einen neuen Anstrich verpasst, am grundsätzlichen Problem aber nichts geändert haben.

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Und als gäbe es noch nicht genügend unregulierte Wege, seine Token an den Mann oder die Frau zu bekommen, kommt die Krypto-Optionsbörse CoinFLEX mit einem neuen Konzept daher. Wir stellen vor: Initial Futures Offering (IFO).

Dahinter verbirgt sich nichts anderes als ein Token Sale für Krypto-Token, die es noch gar nicht gibt. Daher das „Futures“ in Initial Futures Offering.

Polkadot als First Mover

Ein erstes Projekt hat CoinFLEX sodann bereits in der Pipeline; die Rede ist von von Polkadots DOT Token. Und damit hostet CoinFLEX gleich ein Schwergewicht in Sachen Blockchain. Schließlich gilt Polkadot als erstes Projekt der Web3 Foundation, einer Schweizer Stiftung, die sich auf die Förderung eines dezentralen Webs 3.0 fokussiert. Im Zentrum steht niemand geringeres als Ethereums Ex-CTO Gavin Wood. Die Ehre des First Movers gebührt damit wieder einmal einem Start-up aus dem Dunstkreis des Zuger „Crypto Valley“

Polkadots IFO soll sodann am morgigen Mittwoch, den 17. Juli, an den Start gehen. Wer im Voraus bereits am FLEX Token Sale teilgenommen hat (bei FLEX handelt es sich um das BNB-Äquivalent auf CoinFLEX), der darf sich freuen. Denn genau 300 FLEX-Hodlern gesteht CoinFLEX einen Rabatt von 25 Prozent auf DOT zu. Eine Einheit des nativen Polkadot-Token kostet demnach „nur“ 75 US-Dollar.

Damit man aber das ehrgeizige Ziel einer 1,2 Milliarden-US-Dollar-Bewertung erreichen kann, müsste der Kurs für DOT im Nachgang auf mindestens 100 US-Dollar ansteigen.

IFO, IEO, ICO, STO, bitte was?

CoinFLEX ist ein US-Start-up, in das bereits namhafter Kapitalgeber wie Roger Ver und die Risiko-Kapitalgruppe Polychain Capital investiert hatten. Im Januar berichteten wir über das Rennen zwischen CoinFLEX und Bakkt, als erste Börse physische Bitcoin Futures auf den Markt zu bringen. Nach Angabe von CoinFLEX sind diese auf der Plattform aktuell handelbar.

Man muss es indes in aller Deutlichkeit sagen: Mit Initial Futures Offerings erfindet CoinFLEX das Rad nicht neu. Ähnlich wie IEOs sind auch IFOs unregulierte Finanzprodukte. Während etwa öffentliche Security Token Offerings (STOs) Wertpapierprospekte vorlegen müssen, sind Anleger den Risiken von IFOs schutzlos ausgeliefert.

„Wir bauen Futures auf Coins, die noch nicht existieren“, preist CoinFLEX-CEO Mark Lamb sein Projekt auf Youtube an. Es klingt mehr nach Warnung denn Werbung.

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