Nakamoto Family Foundation: Wir sind alle Satoshi Nakamoto

Quelle: MILAN, ITALY, MAY 8TH 2017.Anonymous character with mask. Anonymous is a loosely associated international network of activist and hacktivist entities. via shutterstock

Nakamoto Family Foundation: Wir sind alle Satoshi Nakamoto

Seit dem 29. Juni 2018 gibt es auf der Website nakamotofamilyfoundation.org einen ersten Auszug aus dem Buch „Duality”. Der Autor des Buches soll der legendäre Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto sein. Bei näherer Betrachtung kommt man jedoch zu einem anderen Schluss.

Wer ist Satoshi Nakamoto? Die Suche nach der Identität hinter dem Namen „Satoshi Nakamoto“ gibt nach wie vor Rätsel auf. Die aktuellste Nachricht erschien auf der Webseite nakamotofamilyfoundation.org. Hier veröffentlichte der mutmaßliche Satoshi einen Auszug aus seinem geplanten Buch. Ein Blick in den Auszug lässt starke Zweifel daran aufkommen, dass es sich um den „echten“ Satoshi handelt.

Auf der Seite, die den Auszug aus dem kommenden Buch ankündigt, sagt Satoshi, dass sein Buch in zwei Teilen erscheinen wird. In einem leicht zu lösenden Cryptogramm (Vorsicht: Spoiler!) verrät er den Titel des Buches: Honne and Tatemae. Dieser Titel beschreibt ein Phänomen, das wir erst kürzlich in unserer Reihe zur digitalen Identität beschrieben: Der Unterschied zwischen der inneren Einstellung (Honne) und der Maskerade (tatemae), die wir in der Gesellschaft aufziehen – die sozialen Rollen.

Ferner räumt er zugleich ein:

„Ich will festhalten, dass es viele gibt, die an diesem Projekt teilhatten, viele Namen davon habe ich nicht genannt. Individuen, die sich aus verschiedenen Gründen entschieden haben, nicht an die Öffentlichkeit zu gehen. Aus Respekt ihnen gegenüber, habe ich sie nicht genannt.“

„Satoshi“ und die Cypherpunks

Im Auszug beschreibt er die Grundidee hinter Bitcoin und dass sie der Cypherpunk-Bewegung entstamme, der er im Alter von 14 Jahren beigetreten sei. Satoshi Nakamoto sei außerdem die japanische Entsprechung des Namens „John Smith“ –  Lieschen Müller oder Otto Müller. Er erklärt weiter:

„Irgendwann wurde es für einen Teil der Community offensichtlich, dass Satoshi Nakamoto nicht real sein könnte. Und obwohl ich alle Register zog, um das zu ignorieren, waren einige Menschen clever genug, um das Ganze zu durchblicken. Vielleicht war Satoshi Nakamoto tatsächlich nur ein Pseudonym. Vielleicht war ich auch gar nicht aus Japan, sondern englischer Abstammung. Einige kamen zu diesem Schluss, nachdem sie meine Art zu Schreiben analysierten. Um ehrlich zu sein, war das etwas, was ich schon früh gelernt habe – gutes Englisch. (Ich muss allerdings zugeben, dass ich weiß, dass sich mein Schreibstil in der Zwischenzeit geändert hat. Ich verwende keine double spaces mehr und ich weiß auch, dass ich mich nicht mehr so ernst nehme, vielleicht weil ich älter geworden bin. Wenn man in den 20ern versucht, älter zu erscheinen als man ist, um in einer Community, die Alter mit Erfahrung gleichsetzt, akzeptiert zu werden und um sein eigenes Projekt voranzutreiben – ihr würdet nicht glauben, was man alles tut.“

Sind wir nicht alle ein bisschen Satoshi?


[Anzeige]
Bitcoin kaufen mit dem Bitwala Konto. Warum ein Bankkonto bei Bitwala? Ein Bankkonto “Made in Germany” mit Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro; 24/7 Bitcoin Handel mit schneller Liquidität; Gehandelt werden ausschließlich ‘echte’ Bitcoin – keine Finanzderivate wie CFDs; Sichere Nutzerkontrolle über das Bitcoin Wallet und den private Schlüssel; Mit der kontaktlosen Debit-Mastercard weltweit abheben und bezahlen.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Literarisch gesehen hat man es hier mit einem (höchstwahrscheinlich bewussten) Spiel mit den Kategorien Autor und Protagonist zu tun. Bereits der Titel deutet auf eine solche Spaltung hin. Auch der Hinweis, dass viele Menschen an dem Projekt teilhatten, lässt vermuten, dass es nicht der „echte“ Satoshi ist, der diese Zeilen geschrieben hat. Vielmehr wirft es die Frage auf, ob es diesen echten Satoshi überhaupt gibt. In Verbindung mit dem Hinweis, dass sich hinter Satoshi Nakamoto die japanische Entsprechung von Otto Müller verbirgt, kann man aus dieser Perspektive schließen: Wir sind alle Satoshi Nakamoto. Zumindest wenn es nach der Nakamoto Family Foundation geht – wer auch immer dahinter steckt.

BTC-ECHO

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

HTC kündigt Bitcoin Full Node auf Budget-Smartphone an
HTC kündigt Bitcoin Full Node auf Budget-Smartphone an
Bitcoin

Auf dem HTC Exodus 1s wird laut Hersteller eine Bitcoin Full Node laufen können. Damit werden Besitzer des Smartphones zu souveränen Teilnehmern des Bitcoin-Netzwerks: Sie können Transaktionen verifizieren und sorgen so für mehr Dezentralität im Netzwerk. In der Szene schlägt die Ankündigung große Wellen.

Bitcoin trifft Fortnite: „Lightnite“ vereint Lightning mit Battle Royale
Bitcoin trifft Fortnite: „Lightnite“ vereint Lightning mit Battle Royale
Bitcoin

Ein Computerspiel will Bitcoin und Gaming vereinen. Lightnite – so der Name des geplanten Games – verwendet das Bitcoin-Lightning-Netzwerk, um Spielerinteraktionen zu belohnen – oder zu bestrafen. Hinter dem Lightnite steckt das Entwicklerstudio Satoshis Games, das auf seiner gleichnamigen 8-Bit-Gaming-Plattform bereits Erfahrungen bei der Verknüpfung von Bitcoin und Gaming gesammelt hat.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Frax: Der Stable Coin von Ex-Trump-Berater Moore
Frax: Der Stable Coin von Ex-Trump-Berater Moore
Insights

Ein ehemaliger Berater von US-Präsident Donald Trump möchte nun seinen eigenen Stable Coin auf den Markt bringen. Der Krytpo-Neuzugang soll an eine fraktionale Reserve an den US-Dollar angebunden sein und auf den Namen „Frax“ hören. Was hat Frax zu bieten?

Bitcoin-Kurs- und Marktbetrachtung: BTC bald wieder über 10.000 US-Dollar?
Bitcoin-Kurs- und Marktbetrachtung: BTC bald wieder über 10.000 US-Dollar?
Kursanalyse

Die aktuelle Kursentwicklung vom Bitcoin-Kurs sieht danach aus, als könnte im November der Kurs auf 11.700 US-Dollar steigen. XRP kann sich trotz eines negativen Quartalsbericht zu Ripple über ein Kursplus von 20 Prozent freuen. Ethereum schließlich schwächelt, könnte aber auch langfristig die 320 US-Dollar anpeilen. 

Bitcoin, Community und DIY-Kultur – Was die Lightning Conference besonders machte
Bitcoin, Community und DIY-Kultur – Was die Lightning Conference besonders machte
Szene

Am 19. und 20. Oktober versammelte Fulmo die Lightning Community zur Lightning Conference. Dieses Event, in der Tradition der Lightning Hackdays stehend, war von einem starken DIY-Charakter geprägt. Dieser Charakter zeigte sich besonders in Hacking Sessions wie dem „Quickening“.

Altcoin-Marktanalyse: Rückblick auf eine ruhige Woche im Krypto-Markt
Altcoin-Marktanalyse: Rückblick auf eine ruhige Woche im Krypto-Markt
Kursanalyse

Die Leitwährung Bitcoin beendete nach erfolgreicher Verteidigung der 7.800-US-Dollar-Marke die vergangene Woche bei 8.233 US-Dollar. Bei den Top-10-Altcoins verzeichneten diese Woche sieben der zehn Kryptowährungen ein Kursplus. Die aufgestellte Vermutung, dass die größte Gefahr einer weiteren Konsolidierung vorerst geringer scheint, bewahrheitet sich aktuell.

Angesagt

Von wegen Hype: Killerapp Blockchain Banking
Sponsored

Keine Frage: Bitcoin ist gekommen, um zu bleiben. Allein, bislang muss man Apps, die das „digitale Gold“ in den Alltag integrieren, noch mit der Lupe suchen – aber es gibt sie. Ein besonders vielversprechendes Anwendungsgebiet ist die Verknüpfung von Bitcoin Wallet und Bankkonto: Eine potenzielle Killerapp für Bitcoin und Blockchain-Technologie kommt aus Deutschland.

HTC kündigt Bitcoin Full Node auf Budget-Smartphone an
Bitcoin

Auf dem HTC Exodus 1s wird laut Hersteller eine Bitcoin Full Node laufen können. Damit werden Besitzer des Smartphones zu souveränen Teilnehmern des Bitcoin-Netzwerks: Sie können Transaktionen verifizieren und sorgen so für mehr Dezentralität im Netzwerk. In der Szene schlägt die Ankündigung große Wellen.

Bitfinex verlangt 880 Millionen US-Dollar von Crypto Capitol
Altcoins

Die Muttergesellschaft der Bitcoin-Börse Bitfinex, iFinex Inc., hat am 18. Oktober eine Vorladung eingereicht, um 880 Millionen US-Dollar an eingefrorenen Geldern zurückzuerhalten. Das Geld soll derzeit bei der Krypto-Börse Crypto Capitol und anderen Unternehmen, deren Konten von Regierungen eingefroren wurden, liegen.

Ghana will Bargeld aus öffentlicher Verwaltung verbannen – Welche Rolle spielt die Blockchain?
Regierungen

Im Zuge einer großangelegten Digitaloffensive will Ghana seine öffentliche Verwaltung umbauen. Künftig sollen Bargeldzahlungen dabei aus nahezu sämtlichen Amtsvorgängen verbannt werden. Zudem will die Regierung in Zukunft digitale Ausweispapier einführen. Auf welche technischen Lösungen das westafrikanische Land dabei setzt, ist unklar. Bei der Adaption von Blockchain-Technologien kann Ghana jedoch auf erste Erfahrungen zählen.

×
Anzeige