Mining? Nein danke – Japanischer Online-Riese DMM.com gibt Krypto-Mining auf

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Der Krypto-Winter dauert trotz der jüngsten Erholungszeichen an. Deshalb müssen sich auch die Bitcoin-Miner warm anziehen, sofern sie nicht gleich das Handtuch werfen. Der japanische Onlinehändler DMM.com hat sich nun offenbar in die Riege jener eingereiht, die unter dem Bärenmarkt und Konkurrenzdruck eingebrochen sind, und sein noch junges Mining-Geschäft aufgegeben.

Der Onlinehändler DMM.com betreibt künftig kein Bitcoin-Mining mehr. Wie Nikkei.com am 30. Dezember berichtete, ist der japanische E-Commerce-Gigant DMM.com dabei, die ASICs ins Korn zu werfen. Demnach habe das Unternehmen die Aufgabe des Mining-Geschäfts bereits im September beschlossen. Als Gründe nannte das Unternehmen den Einbruch des Bitcoin-Kurses sowie eine „Überhitzung des Wettbewerbes“.

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Zu den Kerngeschäftsfeldern von DMM.com gehören Online-Shopping, Verleih- und Video-on-Demand-Service. Weitere Dienstleistungen sind Solarpanel-Services, Wohltätigkeitsauktionen, Online-Spiele, Online-Englischunterricht und 3D-Druck. Die Tochtergesellschaft DMM.com Securities bietet Devisendienstleistungen für Privatanleger an.

DMM betreibt mit DMM Bitcoin darüber hinaus eine Plattform für den Handel mit virtuellen Devisen. Im Dezember verkündete DMM, dass die Pläne einer weiteren Plattform („Cointap“), die den Service von DMM Bitcoin ergänzen sollte, eingestampft wurden.

Auch die Großen müssen bluten

Unterdessen musste auch der Branchenprimus Bitmain Federn – genauer: Mitarbeiter gehen – lassen. Nach Insiderberichten stehen auch beim Mining-Markführer aufgrund der Entwicklung der Krypto-Kurse im vergangenen Jahr Kündigungen ins Haus. Über die Größenordnung der Entlassungen wird derzeit heftig spekuliert. Die pessimistischsten Schätzungen gehen von einer Verkleinerung des Mitarbeiterstabs um 85 Prozent aus. Bitmain ist in erster Linie ein Chiphersteller. Das bekannteste Produkt ist der Antminer, eine mit ASICs ausgestattete Mining Hardware. Zwar betreibt Bitmain mit dem Antpool auch (noch, muss man wohl sagen) einen der größten Bitcoin Mining Pools; für den Umsatz zeichnet jedoch hauptsächlich das Geschäft mit ASICs verantwortlich. Die strategische Rückbesinnung auf das Kerngeschäft ist im Kontext des geplanten Börsenganges von Bitmain zu betrachten. Das gleiche gilt für den Umstand, dass mittlerweile offenbar auch die beiden CEOs Jihan Wu und Micree Zhan um ihre Positionen bangen müssen.

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