Altcoin-Rallye Mindol-Kurs (MIN) explodiert – Was steckt dahinter?

Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Der Mindol-Kurs legte in den letzten Wochen einen atemberaubenden Tanz auf das Altcoin-Parkett. Ist Mindol der neue Stern am Altcoin-Himmel oder doch nur ein weiteres Pump-and-Dump-System?

Aktuell hebt sich ein Coin in der langen Liste hinter Bitcoin & Co. deutlich ab. Der Mindol-Kurs (MIN) ist zwischenzeitlich innerhalb von 24 Stunden um satte 30 Prozent angestiegen. In den letzten sieben Tagen verzeichnete Mindol eine Rallye von knapp 40 Prozent. Mit 3,51 US-Dollar ist die Kryptowährung damit auf ihrem Allzeithoch. Zeit, das Projekt unter die Lupe zu nehmen.

„Die neue Währung für Subkultur-Märkte“


Wie das Projekt im offiziellen White Paper verrät, ist Mindol auf die japanische Popkultur — allen voran Mangas – ausgelegt. Hier soll Mindol, so die wenig konkrete Ausführung von offizieller Seite, „neue Inhalte schaffen“. Dabei wollen die Betreiber „das Projekt durch die Blockchain-Technologie sichern und schützen“. Mindol sei also „die neue Währung für die Welt der „Subkulturmärkte“.

Um den virtuellen Mindol-Subkulturmarkt zu schützen, verfüge das Projekt zudem über eine „sehr exzellente Datenstruktur“ zum Schutz vor Manipulation. Nach weiteren ausführlichen Beschreibungen der Blockchain-Technologie selbst (die man auch bei jedem anderen Coin genauso formulieren könnte), verrät das Projekt im White Paper dann endlich den konkreten Anwendungsfall:

Auf der eMindol-Plattform wird das Settlement und das Ausgeben der Mindol Token sowie Abstimmungsfunktionen, digitales Ticketmanagement nach dem Kauf von Tickets für Events und das Copyright Management über die Blockchain-Technologie ausgeführt.

Derzeit wird der Token zu über 70 Prozent auf der Börse „Coinall“ gehandelt. Dort ist der Token nach Bitcoin und dem Stable Coin Paxos Standard der am dritthäufigsten gehandelte Coin. Weitere Börsen, auf denen der Coin gehandelt wird, sind CoinTiger und Coinsuper – auf größeren, scheinbar seriöseren Börsen sucht man den Token vergeblich.

Das Mindol-Team: Zweierspitze ohne Support

Das Firmenprofil von Mindol weist lediglich zwei Personen auf: Geschäftsführer Fumihiro Fukuhara und Hollywood-Regisseur Gil Junger. Weitere Informationen findet man über den Geschäftsführer nicht – weder auf Facebook noch auf LinkedIn oder ähnlichen Social-Media-Kanälen. Auch weitere Auskünfte sind schwer zu finden. Im offiziellen bitcointalk-Forum oder im projekteigenen Telegramchannel gibt es außer Anfragen von Nutzern keine offiziellen Informationen vonseiten des Teams.

Abgesehen von den besprochenen dünnen Informationen aus dem White Paper und einigen Ankündigungen zu Kooperationen (offenbar will der ehemalige Fußballer Ronaldinho das Projekt unterstützen) gibt es wenig Details über etwaige Weiterentwicklungen. Im Fokus steht lediglich die Entwicklung eines Online-Spiels sowie die Mitfinanzierung des angeblichen Hollywoodfilms „To Do and Die“. Letzterer soll laut Mindol-Angaben noch im nächsten Jahr erscheinen. Bisher scheint er jedoch nur auf der Mindol-Homepage zu existieren.

Auch technisch lässt einen das Projekt im Dunklen. Es wird weder aufgeführt, welchen Konsensmechanismus das Projekt verwendet noch ob es Entwickler gibt, die an dem Team mitarbeiten, auch etwaige Zukunftspläne sind nicht zu finden.

Fazit: Vorsicht mit Mindol

Ein mageres Team, keine technischen Informationen und notdürftige Ankündigungen gepaart mit unbekannten Exchanges und einem fragwürdigen Use Case legen eine Deutung nahe: Das Projekt hat wenig Substanz.

Mit Blick auf die gewaltigen Kursanstiege in den letzten Wochen mag man sich bisweilen an die Mechanismen hinter Pump-and-Dump-Systemen, wie hier ausführlich erklärt, erinnert fühlen. Hier sei anzumerken, dass falls es sich bei den aktuellen Mindol-Kurs-Anstiegen um einen Pump and Dump handeln sollte, das nicht zwingend mit den Entwicklern des Projekts zusammenhängt.

Hier kann man, wie bereits beschrieben, lediglich auf die mangelnde Transparenz verweisen.

Fest steht: Bei solch starken Anstiegen wie im aktuellen Fall von Mindol ist Vorsicht geboten.

Disclaimer: Die vorgelegten Informationen wurden nach bestem Wissen zusammengetragen, können aber keine Garantie auf Vollständigkeit geben. Es handelt sich hier lediglich um die Einschätzung des Analysten, keinesfalls um Investment-Beratung. Im Bitcoin-Markt gilt wie immer: DYOR!

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